10,5 Millionen Euro teurer Neubau in der Hansekaserne übergeben : Marineamt strafft seine Verwaltung

Uwe Sander vom BBL (l.) übergibt Heinz-Peter Decker, Chef des Stabes, die Schlüsselgewalt.Georg Scharnweber
Uwe Sander vom BBL (l.) übergibt Heinz-Peter Decker, Chef des Stabes, die Schlüsselgewalt.Georg Scharnweber

Nach zweijähriger Bauzeit hat Konteradmiral Dr. Kolletschke als Chef des Marineamts den Schlüssel für das Gebäude auf dem Gelände der Hansekaserne entgegengenommen. Der Bund investierte 10,5 Millionen Euro.

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16. November 2010, 12:09 Uhr

Hansaviertel | Dort kommen neben dem Amtschef weitere 250 Mitarbeiter unter. Sie stammen aus den Bereichen Verwaltung, Rüstung und Logistik sowie den Leitungspositionen innerhalb des Marineamts und sollen ihre Büros bis zum Ende der Woche beziehen.

Gestern morgen allerdings machte ihnen die Technik dabei zunächst einen Strich durch die Rechnung. "Wir haben eine Stunde vor der Tür gestanden", sagt Kolletschke - das auf Magnetkarten basierende Schließsystem hatte die Mitarbeiter ausgesperrt. In Zukunft soll es mehr Sicherheit gewährleisten. "Bei 250 Leuten verliert immer irgendeiner seinen Schlüssel", sagt Kolletschke. In diesem Fall können die Karten nun einfach gesperrt werden. Effizienz soll sich dank des Neubaus auch in den täglichen Abläufen wiederfinden. "Die Zusammenführung verkürzt die Wege und erleichtert unsere Arbeit", sagt Kolletschke. Auch die Mitarbeiter aus dem Außenstandort im Überseehafen werden bis zum 1. Oktober des kommenden Jahres in die Hansekaserne ziehen. Dann wird das angemietete Gebäude, das früher die Deutsche Seereederei beherbergt hat, ganz aufgegeben. Die jetzt noch dort stationierten Mitarbeiter werden in die drei frei werdenden Gebäude der Hansekaserne umsiedeln. "Die nötigen Umbauarbeiten und Anpassungen dafür laufen bereits seit einem halben Jahr", sagt der Marineamtschef. Auswirkungen auf den Standort in Hohe Düne hat der Neubau und die mit ihm verknüpfte Umstrukturierung nicht. Außer, dass die in der Hanse kaserne stationierten Soldaten nun nicht mehr zur dort untergebrachten Sanitätsstaffel reisen müssen, wenn sie beispielsweise geimpft werden sollen. Denn im neuen Dienstsitz ist auch ein Arzt untergebracht.

"Den ersten Planungsauftrag vom Verteidigungsministerium haben wir 2002 erhalten", sagt Uwe Sander, Leiter des Geschäftsbereiches Rostock beim landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL). Dieser Auftrag sei zurückgezogen, 2007 aber erneut erteilt worden. "Wegen der Finanzen wurde das ursprüngliche Gebäude um 30 Meter verkürzt", sagt Sander. Diese fehlten dem Marineamt heute. "Wir prüfen eine zusätzliche Bebauung", sagt Kolletschke. Die kleinsten Büros im Neubau umfassen gerade einmal neun Quadratmeter. In Abständen von jeweils drei Quadratmetern steigert sich die Größe bis auf maximal 24 Quadratmeter. "Für uns ist gerade die Bürofläche wichtig", sagt Kolletschke. Nur so sei eine Konzentration der Verwaltung möglich.

Daneben verfügt das Marineamt bald auch wieder über eine eigene Aula. An ihr wird aber noch bis Januar gebaut. Wie die übrigen neuen Räume ist sie sehr viel kleiner als ihr Vorgänger, der aber bereits vor mehreren Jahren aufgegeben wurde. Die geringere Größe garantiert eine höhere Wirtschaftlichkeit in dem nach höchsten Energiestandards errichteten Gebäude.

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