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47-Jähriger gerät in vollautomatische Fräsmaschine : Mann stirbt bei Arbeitsunfall

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Bei einem Arbeitsunfall im Rail Center Bützow (RCB) ist am Dienstagabend ein Mann getötet worden. Wie die Polizei mitteilt, ist der 45-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache in eine vollautomatische Schienenfräse geraten.

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erstellt am 19.Jan.2011 | 06:57 Uhr

Bützow | Bei einem Arbeitsunfall im Rail Center Bützow (RCB) ist am Dienstagabend ein Mann getötet worden. Wie die Polizei Rostock mitteilt, geriet der 45-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache in eine vollautomatische Schienenfräse. Er erlag noch am Unfallort seinen schweren inneren Verletzungen.

Es muss ein schrecklicher Anblick gewesen sein: Die Maschine lief noch, als ein Firmenmitarbeiter seinen Arbeitskollegen vorgestern gegen 20.55 Uhr tot fand. Obwohl er die Maschine umgehend stoppte, kam für den 45-jährigen Mann jede Hilfe zu spät. Ein sofort herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des 45-Jährigen feststellen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilt.

In dem Bützower Unternehmen wird über den Vorfall geschwiegen. „Bitte wenden Sie sich an unsere Zentrale in Hamburg“, tönte es gestern Vormittag aus der Sprechanlage an der Schranke zum Firmengelände. Kurz darauf öffnete sich die Schranke dann doch – allerdings nur für einen Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes Rostock, Abteilung Arbeitsschutz und technische Sicherheit. „Wir überprüfen, ob die Bestimmungen des Arbeitsschutzes eingehalten wurden“, bestätigt Anja Neutzling, Pressesprecherin des Gewerbeaufsichtsamtes. Dabei arbeite das Gewerbeaufsichtsamt im Auftrag von Polizei und Staatsanwaltschaft. Ob die Fräsmaschine möglicherweise defekt war oder ob es sich bei dem Unfall um menschliches Versagen handelt, sei nach wie vor ungeklärt. „Das Ermittlungsverfahren wird noch eine Weile dauern“, kündigt Neutzling an.

Eine Sprecherin der Hamburger Zentrale des Eisenbahnwerks bestätigt den tödlichen Arbeitsunfall. „Wie es zu dem Unfall kam, ist noch ungeklärt“, heißt es in einer Presseerklärung, die das Unternehmen gestern Nachmittag herausgab. Demnach war der Mitarbeiter seit mehr als 27 Jahren in dem Bützower Werk beschäftigt und als Maschinenbediener sehr erfahren. Geschäftsleitung und Belegschaft seien über den Todesfall sehr bestürzt.

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