Mann droht Rettern mit Schreckschusspistole, Polizei stürmt

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11. März 2008, 12:28 Uhr

Malchow/Neubrandenburg - Ein stark angetrunkener Mann hat mit einer Schreckschusspistole einen Polizei-Großeinsatz in Malchow (Kreis Müritz) ausgelöst. Der 55-Jährige habe am Montag in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus Sanitäter mit der Waffe bedroht, teilte die Polizei in Neubrandenburg mit. Die Rettungskräfte flohen, schlossen die Wohnung ab und alarmierten die Polizei, die das Haus weiträumig absperrte. Einem Sondereinsatzkommando gelang es nach fünf Stunden, den Mann - laut Polizei unblutig - in seiner Wohnung zu überwältigen. Er kam in die Psychiatrie.

Wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte, lebte der Malchower allein, galt als suizidgefährdet und sollte von den Rettungskräften in eine Klinik gebracht werden. Augenzeugen beobachteten, dass der Mann bereits vor dem Haus im Rettungswagen saß, von dort aber wieder in seine Wohnung im obersten Stockwerk des Fünfgeschossers flüchtete, wo er die Helfer dann bedrohte.

Insgesamt kamen mehr als 30 Polizisten und Rettungskräfte, darunter auch Psychologen, zum Einsatz. Spezialisten stürmten die Wohnung schließlich unter anderem mit dem Einsatz sogenannter Nebelbomben. Laut Polizei war die Schreckschusswaffe kaum von einer scharfen Waffe zu unterscheiden. In der Wohnung wurden noch ein Luftgewehr und eine Luftpistole entdeckt. Ob die Waffen beschlagnahmt bleiben, müsse das Ordnungsamt entscheiden.

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