Manager Maronn droht Spielern nach erneutem Debakel mit Rauswurf

Bartels
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09. Dezember 2008, 12:07 Uhr

Nürnberg/Rostock - Nach dem erneuten Debakel des Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock hat Manager Herbert Maronn einigen Spielern mit dem Rauswurf gedroht. „Wir werden den Kader in der Winterpause verkleinern und nur auf die Spieler setzen, die bereit sind, alles für den FC Hansa Rostock zu geben. Wir werden ganz genau hinsehen“, sagte Maronn nach der 0:4-Niederlage beim 1. FC Nürnberg am Montagabend. Rostock wartet seit acht Spielen auf einen Sieg, hat seit 407 Minuten kein eigenes Tor mehr erzielt und steht nur dank der besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsrang.
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Auch der neue Trainer Dieter Eilts war nach der Vorstellung seiner Mannschaft restlos bedient. „Die erste Halbzeit war katastrophal. Die Spieler haben alle, die für den Verein arbeiten, die Fans und die ganze Region im Stich gelassen“, wetterte der Coach, der im dritten Spiel als Hansa-Trainer die dritte Niederlage kassierte: „Wenn man keine Zweikämpfe führen will, hat man keine Chance. Ich hatte mir die Arbeit in Rostock schwer vorgestellt. Doch leider wurde ich negativ überrascht. Es ist noch viel schwerer. Aber ich war schon als Spieler ein Kämpfer und werde das auch jetzt zeigen.“

Angesichts der momentanen Leistungen droht der ostdeutsche Traditionsverein von der ersten in die dritte Liga durchgereicht zu werden. „Einige Spieler sollten sich hinterfragen, ob sie wirklich alles für den Verein geben“, erklärte Verteidiger Bastian Oczipka. Das sah Manager Maronn ähnlich: „Das hatte nichts mit Abstiegskampf zu tun.“ Nürnberg nahm die harmlose Spielweise der Norddeutschen gern an und kam durch die Treffer von Marek Mintal (9. Minute/77.), Mike Frantz (31.) und Peer Kluge (45.) zum verdienten Erfolg.

Damit Rostock weiterhin ein ostdeutscher Leuchtturm im Profi- Fußball bleibt, will die Vereinsführung in der Winterpause zum einen Spieler des 27-köpfigen Kaders abgeben und zum anderen neue Akteure holen. „Wir müssen sehen, was machbar ist. Unsere finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt“, betonte Maronn. Ein neuer Spieler könnte aus dem eigenen Verein kommen. Der 17 Jahre alte Felix Kroos, Bruder von Toni Kroos vom FC Bayern München, könnte einen Profi- Vertrag erhalten. Der Stürmer gilt als eines der größten Talente in Rostock.

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