Schwerin: Amadeus Köhli ist neu im Ensemble des Staatstheaters : "Mal der Bösewicht sein"

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Amadeus Köhli ist der Tod in Hugo von Hofmannsthals Stück "Jedermann". Der Schauspieler, der seit dieser Spielzeit am Theater engagiert ist, gehört zu den Neubesetzungen in Dehlers Inszenierung.

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27. Mai 2011, 12:13 Uhr

Amadeus Köhli ist der Tod in Hugo von Hofmannsthals Stück "Jedermann". Der in Amberg in Bayern geborene Schauspieler, der seit dieser Spielzeit fest am Staatstheater engagiert ist, gehört zu den Neubesetzungen in Peter Dehlers Inszenierung vom Leben und Sterben des reichen Mannes, die vor zwei Jahren in der Schelfkirche bejubelt wurde.

"Ich freue mich schon auf meine Premiere am Sonnabend in dem Stück", sagt Köhli. "Es ist eine tolle Rolle, denn sie lässt viel Spielraum, ich kann improvisieren, ich kann singen, sprechen, umherspringen", schwärmt der farbige Schauspieler. Und augenzwinkernd fügt er noch hinzu: "Außerdem gefällt mir die Rolle auch deshalb so gut, weil ich was ausprobieren will, was ich im privaten Leben nicht kann: mal ein echter Bösewicht sein."

Der "Jedermann" ist zwar eine Wiederaufnahme, aber dennoch gibt es zahlreiche Neuheiten: "Das Stück hat viel Freiraum, und da es keine Aufzeichnung von Dehlers Inszenierung aus dem Jahr 2009 gibt, haben wir gemeinsam daran gearbeitet, dass die Neubesetzungen sich reibungslos einfügen, aber auch einbringen und damit zugleich der Aufführung neue Akzente verleihen", erzählt Köhli. Es sei völlig selbstverständlich im Ensemble, dass man sich gegenseitig hilft und dass die alten Hasen den jungen bei Bedarf unter die Arme greifen.

"Ich bin sehr glücklich hier in Schwerin, ich fühle mich rundweg wohl. Die Kollegen und die gesamte Atmosphäre am Haus sind super. Es war eine gute Entscheidung, mich beim Mecklenburgischen Staatstheater zu bewerben", sagt der 29-Jährige, der seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart absolviert hat, ohne jeglichen bayerischen Akzent. Schon seine erste Rolle in Schwerin in dem Stück "MfG" habe im außerordentlich gefallen, denn neben der Schauspielerei habe er noch mehr von seinen Fähigkeiten zeigen können, durfte sich unter anderem auch als Gitarrist, Bassist, Schlagzeuger und Sänger in Szene setzen. "Man merkt schon, dass man hier an einem Staatstheater arbeitet und nicht an einem kleinen Stadt theater in der Provinz", versichert der gebürtige Bayer, der in der laufenden Spielzeit auch in den Stücken "Die heilige Johanna der Schlachthöfe", "MfG II - Nachricht in der Flasche" sowie "Kabale und Liebe" zu sehen ist, wo er auch wieder sein musikalisches Talent unter Beweis stellt. Außerdem übernimmt er eine Rolle in "A clockwork orange." Und auch die Stadt gefalle ihm gut, sagt Amadeus Köhli. "Ich wohne in der Schelfstadt, das bedeutet kurze Wege und man ist mittendrin in der Stadt."

Den Tod im "Jedermann" wird er 14 Mal spielen: am 28. und 29. Mai und vom 2. bis 5., 9. bis 13. und 16. bis 19. Juni jeweils um 19.30 Uhr in der Schelfkirche. Karten gibt es an der Theaterkasse, Telefon 53 00 123; kasse@theater-schwerin.de.

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