zur Navigation springen

Gallin: Lob an Behörden : Lücke im Megapark wird geschlossen

vom

Die nächste gute Nachricht aus der regionalen Wirtschaft: Mit den Rotationsgießern von SAVO kommt nicht nur eine neue Produktionsfirma nach Mecklenburg, das Spezialunternehmen startet zugleich auch massive Investitionen.

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2011 | 10:28 Uhr

Kurz vor Weihnachten kam die nächste gute Nachricht aus der regionalen Wirtschaft: Mit den Rotationsgießern von SAVO kommt nicht nur eine neue Produktionsfirma nach Mecklenburg, das Spezialunternehmen startet zugleich auch massive Investitionen. Beleg dafür war der Besuch des CDU-Wirtschaftsministers Harry Glawe, der den beiden Geschäftsführern Ingolf Rasch und Thomas Fehling gleich einen Förderbescheid von 665 000 Euro vorbeibrachte. Ein Drittel der Summe wird noch in diesem Jahr überwiesen. Angesichts von derzeit geplanten Investitionen von gut zwei Millionen eine gewichtige Anschubfinanzierung. Dafür bekommt Mecklenburg-Vorpommern einen Betrieb mit derzeit 62 Arbeitskräfte, der wohl bis 2014 komplett nach Gallin umziehen und mindestens 20 neue Arbeitsplätze schaffen wird.

Die Förderung war aber bei weitem nicht der entscheidende Grund für den Umzug von Barsbüttel nach Gallin. "Wir können uns an unserem alten Standort schlicht nicht ausbreiten und haben einfach nach einem neuen Standort gesucht. Und die erste Wahl war dann auch gleich die richtige. Wir fühlen uns willkommen und können uns sowohl über die Behörden als auch über unsere Nachbarn nicht beklagen", erklärte Geschäftsführer Rasch. Seine Firma über- nimmt eine der wenigen verfügbaren Gebrauchtimmobilien im Megapark. Einst als Standort für BMW gedacht, dienten die Hallen zum Schluss als Lagerfläche für die Bettenwelt. Jetzt hat SAVO 8500 Quadratmeter Hallenfläche und 30 000 Quadratmeter Grundstück übernommen und bereits einen Teil seiner Produktion dorthin verlagert. Die Belegschaft besteht schon jetzt zur Hälfte aus Ostdeutschen, für die sich die Fahrt zur Arbeit nun verringern wird.

Wirtschaftsminister Glawe lobt dann auch den Wachstumskurs des Unternehmens, es bleibe ein Ziel der Landesregierung, die Wirtschaftskraft des Landes zu stärken. Die Unterstützung von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes gehöre dazu.

"Wir haben den Dreh raus: Seit annähernd 30 Jahren erstellen wir technisch hochwertige und anspruchsvolle Hohlkörper im Rotationsgussverfahren, sind für namhafte Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Maschinenbau, Fahrzeugindustrie, Wassertechnik und Design tätig", wirbt das Unternehmen auf seiner Seite. In großen, ständig um mehrere Achsen rotierenden Metallformen wird ein Spezialmaterial langsam zum Schmelzen gebracht und in die Formen gedrückt. Heraus kommen große Hohlkörper von seltener Präzision, die sich wiederum zur Montage mit anderen Teilen eignen. Ein Verfahren mit vielen Tücken, wie die Geschäftsführer beim Rundgang erläutern. Allein beim Abkühlen der Teile von 230 Grad auf 90 Grad und dann weiter auf Normaltemperatur könne man sehr viel falsch machen. Um das zu vermeiden, sei sehr viel Erfahrung nötig. Vorteil für die Spezialisten: Sie können aufgrund des Aufwandes und der Produktionszyklen relativ lange planen. Und gegenwärtig stehen die Zeiten für die Rotationsgießer ganz klar auf Wachstum. Wachstum, das das 1973 gegründete Unternehmen nun im Megapark realisieren kann.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen