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Vollmitgliedschaft in die Metropolregion Hamburg : Ludwigslust gehört jetzt Regionsrat an

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Der Landkreis Ludwigslust gehört seit Freitag gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Landkreis NWM dem Regionsrat für die Metropolregion Hamburg an.

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erstellt am 04.Jul.2011 | 11:43 Uhr

Der Landkreis Ludwigslust gehört seit Freitag gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Landkreis Nordwestmecklenburg dem Regionsrat für die Metropolregion Hamburg an. Mit diesen drei Kommunen sind - zu den bislang 14 Mandatsinhabern - weitere aus den Bundesländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen in das Entscheidungsgremium aufgenommen worden.

Bislang gehörte der Kreis Ludwigslust, wie die anderen neuen Mitglieder, lediglich dem beratenden Lenkungsausschuss an. Das Mitwirken als Vollmitglied bietet nun mit dem direkten Mandat umfangreiche Förderungschancen für die Region. Davon ist der Ludwigsluster Landrat Rolf Christiansen überzeugt, der mit diesem seiner Ansicht nach überaus erfreulichen Ergebnis aus der Hansestadt ins Landratsamt zurückkehrte. Damit ist der Kreis Ludwigslust mitbestimmend an allen Synergieprozessen des hanseatischen Wirtschaftszentrums mit Weltzugang beteiligt. Der Regionsrat ist das oberste Beschlussgremium der Metropolregion, verantwortlich für Politik und Programmatik der Zusammenarbeit.

Eine bürokratische Hürde muss der Kreistag in der Lindenstadt allerdings noch nehmen. Für die Anerkennung der Vollmitgliedschaft bedarf es eines Verwaltungsabkommens, das in einer Sondersitzung des Regionalrates im August zustande kommen soll. Rein formal sei jedoch bereits alles in der Spur, erklärt Landrat Christiansen, der nach einem Kreistagsbeschluss als Bevollmächtigter fungierte. Auch die mögliche Kreisgebietsfusion werde nicht zum verspäteten Stolperstein, so der Ludwigsluster Landrat. Sollte es zur Fusion der Kreise Ludwigslust und Parchim kommen, würde eine partielle Vollmitgliedschaft für Ludwigslust bestehen, hingegen besäße dann der Altkreis Parchim kein Mandat für die Mitarbeit im Regionsrat, erläuterte Christiansen.

"Die jahrelange, beharrliche Mitarbeit im Lenkungsausschuss hat sich nun ausgezahlt", blickt der Landrat in die Zukunft. Durch die Mitbestimmung bei den Entscheidungen des Regionalrates werden sich positive Synergieeffekte für die Verkehrsinfrastruktur mit vielfältigen Verflechtungen innerhalb der Großregion ergeben. Das schließe die Verkehrsachsen BAB 24, die Bahnstrecken aber auch die Elbschifffahrt mit ein.

Einen bislang so nicht zu erwarteten, bedeutenden Sprung nach vorn dürfte es für den Tourismus geben. Und auch die regionale Landwirtschaft werde von der Nachfrage aus der Hansestadt wie aus dem so genannten Speckgürtel profitieren. Nicht zuletzt seien das auch die Themenbereiche im Lenkungsausschuss gewesen, an die der Landkreis Ludwigslust in Projekten seit 2005 mitwirke.

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