Spornitzer Speditionsunternehmen und der Parchimer Reisedienst : "Logistik-Tag" wirbt um Auszubildende

Dicke Brummis und ein modernen Reisebus lockten zum 'Logistik-Tag' nach Spornitz.Horst Kamke (3)
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Dicke Brummis und ein modernen Reisebus lockten zum "Logistik-Tag" nach Spornitz.Horst Kamke (3)

"Ich habe mir einen Speditionskaufmann bei einer ähnlichen Veranstaltung geangelt", sang Seehase von der Gesellschaft "BLT-Beratung, Logistik, Transport" ein Loblied auf den "Tag der Logistik".

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09. Mai 2011, 10:36 Uhr

"Ich habe mir vor zwei Jahren einen Speditionskaufmann bei einer ähnlichen Veranstaltung geangelt", sang Peter Seehase von der Gesellschaft "BLT-Beratung, Logistik, Transport" am Sonnabend auf dem Spornitzer Firmengelände "Zur großen Heide 4" ein Loblied auf den "Tag der Logistik". Gemeinsam mit Spediteur Volker Rumstich und Sandro Pflughaupt vom Parchimer Reisedienst rührte er kräftig die Werbetrommel für eine Berufsausbildung oder Anstellung als Kaufmann oder Kauffrau für Speditions- und Logistik-Dienstleistungen, Kraftfahrzeug-Mechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik und Berufskraftfahrer (Güter- oder Personenverkehr): "Wir haben zwei Stellen offen."

Bei der BLT-GmbH werden derzeit etwa 30 Fahrzeuge rund um die Uhr von 36 Kraftfahrern bewegt, vor allem für DHL. "Wir haben uns die Werbung für unsere Branche auf die Fahne geschrieben", so Seehase. Längst seien Lastwagen nämlich keine umweltverschmutzenden Stinkerfahrzeuge. "Unser kompletter Fuhrpark hat das Abgassiegel der Stufe E 5 - welches private Auto hat das schon?", fragte Seehase selbstbewusst.

Volker Rumstich hält seine 35 Lastwagen mit 70 Fahrern teilweise im Drei-Schicht-Betrieb am Brummen. "Manche Lastwagen spulen pro Jahr locker 300 000 Kilometer ab." Die Fahrer sind pro Schicht maximal neun Stunden im Einsatz, haben dazwischen aber fast eine Stunde Pause und danach elf Stunden Ruhe. Koordiniert wird das alles von Logistik-Disponenten, die mit einem rund 30 000 Euro teuren Computer-Programm alle Fahrwege und Einsatzzeiten optimieren.

Rumstich sieht wenig Sinn darin, sich als Berufskraftfahrer in den Hamburger Raum zu orientieren. "Lange Anfahrt und die doppelte Haushaltsführung fressen den höheren Verdienst dort spielend auf - nach Spornitz kommen nicht wenige meiner Fahrer mit dem Fahrrad zur Arbeit." Derzeit sieht es ganz danach aus, als würde einer seiner ehemaligen Auszubildenden reumütig gern zurückkehren wollen. Dieser ist werktags (noch) in Richtung Hansestadt orientiert, steht bei der Hinfahrt aber oft im Stau, muss dort eine Zweitwohnung finanzieren und bekommt seinen Nachwuchs nur am Wochenende zu sehen.

Der Parchimer Reisedienst zählt laut Sandro Pflughaupt 50 Busse und 69 Angestellte und sucht einen Auszubildenden als Kraftfahrzeug-Mechatroniker: "Wir haben eine eigene Werkstatt." Angedacht sei zusätzlich die Ausbildung als Fachkraft im Fahrdienst: "Unsere Fahrer haben ein Durchschnittsalter von 52 Jahren - ein Generationswechsel steht bevor." Kein Wunder also, dass sich am "Tag der Logistik" auch die Parchimer Fahrschule Poschmann präsentierte: "Wir decken alle Führerscheinklassen ab, sorgen bei Berufskraftfahrern für die beschleunigte Grundqualifikation und schulen auch Fahrschüler, die mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit vor unserer Tür stehen", verdeutlichte Thorsten Poschmann seine Angebotspalette, zu der auch die Ausbildung zum Gabelstaplerfahrer, Ladungssicherung oder der Umgang mit Gefahrgut zählen.

Die Parchimer Verkehrswacht bereicherte den "Tag der Logistik" mit einem Balancier-Parcours, den es mit einer so genannten Rauschbrille zu meistern galt. Sie verdeutlichte ihren Probanden das stark eingeschränkte Blickfeld alkoholisierter Verkehrsteilnehmer. Außerdem bot die Verkehrswacht einen Reaktionstest an: Ein Anhalteweg von fast 70 Metern auf trockner Straße bei 100 Stundenkilometern galt da gerade noch als ausreichend.

Hartmut Langut stellte seinen imposanten weißrussischen Kipper MAS 503 A von 1971 aus - "alte Fahrzeugtechnik als Geschichte zum Anfassen".

Unter Führung von Jugendwart Christoph Mooz und seinem Stellvertreter Ronny Mathes-Langut kreuzte die Spornitzer Jugendfeuerwehr auf, um sich bei Volker Rumstich mit einer Torte für seine Spende zu bedanken: Der Spediteur hatte ihre 500 Runden beim Spendenlauf zugunsten der Grundschule Matzlow gesponsert, wovon auch die Jugendwehr profitierte.

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