NWM: Bußgeld von 20,5 Millionen Euro verhängt : Löschfahrzeugkartell schockt Kommunen

...begibt nicht nur sich und andere in große Gefahr...
...begibt nicht nur sich und andere in große Gefahr...

Wut herrschte in Rathäusern und Amtsverwaltungen in NWM, als bekannt wurde, dass das Bundeskartellamt ein Bußgeld von 20,5 Millionen Euro gegen Hersteller von Feuerwehr-Löschfahrzeugen verhängt hat.

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25. Februar 2011, 01:12 Uhr

Verwunderung, Unverständnis, sogar Wut herrschte in Rathäusern und Amtsverwaltungen Nordwestmecklenburgs, als kürzlich bekannt wurde, dass das Bundeskartellamt ein Bußgeld von 20,5 Millionen Euro gegen Hersteller von Feuerwehr-Löschfahrzeugen verhängt hat.

Die Firmen, die etwa 90 Prozent des Marktes abdecken sollen zwischen 2001 und 2009 Absprachen getroffen und den Markt untereinander aufgeteilt haben. So, das wird langsam klar, konnten Preise in Ausschreibungen zur Neuanschaffung von Löschfahrzeugen nicht unter realen Bedingungen verglichen werden. Im Landkreis Nordwestmecklenburg dürften nur wenige Kommunen von diesem Fall betroffen sein, da in den meisten Fällen gebrauchte oder generalüberholte Fahrzeuge angeschafft wurden. Wer aber in den Jahren 2001 bis 2009 ein nigelnagelneues Löschfahrzeug gekauft hat, stöbert nun mit Sorge in den Archiven nach der Abrechnung.

Auch der Städte- und Gemeindetag hat sich eingeschaltet. "Eine Schweinerei" nennt der Rechtsreferent des Städte- und Gemeindetages MV, Klaus-Michael Glaser das Vorgehen des aufgeflogenen Kartells. Er hält es für möglich, dass Kommunen zwischen fünf und zehn Prozent zu viel für die Neuanschaffungen bezahlt haben.

Zwar übernimmt in MV zum Teil die Kubus Kommunalberatung und Service GmbH die Formalitäten eines solchen Kaufes, aber auch dort könnte die Absprache der Unternehmen in den Ausschreibungen nicht aufgefallen sein.


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