Linkspolitikerin kann Oberbürgermeisteramt in Schwerin antreten

svz.de von
27. Oktober 2008, 06:02 Uhr

Schwerin - Die frühere Landtagsabgeordnete Angelika Gramkow hat in Schwerin die letzte Hürde auf dem Weg zur ersten Oberbürgermeisterin einer Landeshauptstadt aus den Reihen der Linken genommen.

Schwerins Stadtvertreter erklärten am Montag die Oberbürgermeisterwahl vom 14. September sowie die zwei Wochen später erfolgte Stichwahl für gültig. Damit kann Gramkow ihr Amt am 1. November antreten. Noch am Abend sollte die 50-Jährige ihre Ernennungsurkunde erhalten.

Die Mitglieder des Kommunalparlaments wiesen den von NPD-Bewerber Peter Marx eingelegten Widerspruch gegen die Gültigkeit der Wahl einstimmig als „unbegründet“ zurück. Der Geschäftsführer der NPD-Landtagsfraktion und Generalsekretär der Partei hatte als einziger Einspruch eingelegt, nachdem er zu der Wahl nicht zugelassen worden war.

Ende September hatte Gramkow die Stichwahl um den Posten des Schweriner Verwaltungschefs gegen den SPD-Kandidaten und früheren Innenminister Gottfried Timm knapp gewonnen. Vergangene Woche legte sie ihr Mandat als Landtagsabgeordnete nieder.

Gramkow ist die Nachfolgerin von Norbert Claussen (CDU), der am 27. April per Bürgerentscheid von seinem Posten als Verwaltungschefs abberufen worden war. Der 2002 ebenfalls per Stichwahl ins Amt gewählte Claussen war vor allem wegen seines Krisenmanagements im Fall der im November 2007 verhungerten fünfjährigen Lea-Sophie in die Kritik geraten.

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