zur Navigation springen

Schwerin: Umsetzung des Bildungspakets

: Leistungen statt Geld

vom

„Leistungen statt Geld“ lautet Schwerins Prioritätensetzung im Umgang mit dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung für Hartz-IV-Empfänger und sozial Schwache.

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2011 | 10:15 Uhr

"Leistungen statt Geld" lautet Schwerins Prioritätensetzung im Umgang mit dem Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung für Hartz-IV-Empfänger und sozial Schwache. Das betonte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow im Vorfeld der heute stattfindenden Stadtvertretersitzung, auf der die Abgeordneten über die Modalitäten entscheiden sollen. "Wir sollten die positiven Erfahrungen des Lübecker Modells nutzen", sagte Gramkow.

Die Idee der SPD-Grünen-Stadtfraktion, den Lübecker Bildungsfonds als Vorbild für die Umsetzung des neuen Bildungspakets für die Kinder und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien zu nutzen, hatte bereits auf einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse Jugendhilfe, Soziales, Schule und Finanzen allgemeine Zustimmung erfahren. "Schwerin wird ungefähr drei Millionen Euro für die Unterstützung von rund 7000 Kindern und Jugendlichen erhalten. Ich freue mich, dass die Idee des Bildungsfonds, den Lehrern und Erziehern die Möglichkeit zu geben, vor Ort die Entscheidung über die finanzielle Förderung zu treffen, positiv aufgenommen wurde. Wir wollen nicht, dass die Eltern als Bittsteller ins Jobcenter oder Stadthaus müssen", sagte der SPD-Grüne-Fraktionsvorsitzende Daniel Meslien.

Gramkow machte indes zugleich darauf aufmerksam, dass zur Umsetzung des Lübecker Modells, wenn über die Vergabe der Bildungs- und Teilhabeleistungen vor Ort in Schulen und Kitas entschieden werden soll, dort auch entsprechende Personalstärke in den Sekretariaten gewährleistet sein müsse.

Antragsberechtigt für die so genannten Bildungsgutscheine sind in Schwerin 6432 Personen, doch bislang wurden erst 160 Anträge eingereicht, berichtete die OB. Wenngleich noch nicht alle gesetzlichen Durchführungsbestimmungen beschlossen seien, könnten dennoch schon jetzt Anträge auf Bezuschussung von Musikschulunterricht, Sportvereinsmitgliedschaft, Klassenfahrten, Nahverkehrs-Fahrscheinen und vielem mehr eingereicht werden. Die Bearbeitung werde von Karen Müller im Stadthaus koordiniert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen