Laster blockierte Umgehungsstraße

Der umgekippte Lkw einer Spedition aus Nordwestmecklenburg blockierte die Umgehungsstraße. Foto: Steffen Möhring
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Der umgekippte Lkw einer Spedition aus Nordwestmecklenburg blockierte die Umgehungsstraße. Foto: Steffen Möhring

Bis gestern vormittag war die Umgehungsstraße in Schwerin nach einem schweren Unfall am späten Dienstagabend gesperrt. Ein laut Polizei stark alkoholisierter Lkw-Fahrer war in Höhe Waldfriedhof mit seinem mit Quark-Bechern beladenen Laster auf die Gegenfahrbahn gekippt und dort mit vier Pkw kollidiert. Bilanz: fünf Verletzte, einer davon schwer, und 125 000 Euro Schaden.

svz.de von
27. November 2008, 11:23 Uhr

Schwerin - Stress gestern Früh im Berufsverkehr: „Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten auf der Umgehungsstraße nach dem schweren Unfall am Dienstagabend in Höhe Waldfriedhof zogen sich in die Länge“, so Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeidirektion Schwerin. Erst gegen 8 Uhr habe die Polizei die B 106 in Fahrtrichtung Großer Dreesch teilweise wieder frei geben können. Die Gegenfahrbahn war sogar erst am Vormittag wieder nutzbar.

„Die komplette Ladung des umgekippten Lkw, wobei es sich um Quark-Becher handelte, musste auf ein Ersatzfahrzeug umgeladen, die Straße von Schmutz bereinigt werden“, so Polizeisprecher Wiechmann. Umgeleitet worden sei der Verkehr hauptsächlich über die Ludwigsluster Chaussee und den Fährweg.
Auslöser des Chaos war ein schwerer Zusammenstoß am Dienstagabend. Ein 36-jähriger Fahrer eines Sattelschleppers mit Anhänger befuhr die Umgehungsstraße gegen 22 Uhr aus Lankow kommend in Richtung Dreesch. In Höhe Waldfriedhof kam er mit seinem Fahrzeug aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Durch Gegenlenken geriet der 36-Jährige anschließend nach links von der Fahrbahn ab, fuhr eine Laterne auf dem Mittelstreifen um und kippte schließlich auf die Gegenfahrbahn. „Dort kam es zu einer Kollision mit insgesamt vier entgegenkommenden Pkw“, so Polizeisprecher Wiechmann.

Der Lkw-Fahrer, der für eine Spedition aus Nordwestmecklenburg unterwegs war, wurde am Dienstagabend mit schweren Verletzungen ins Klinikum eingeliefert, drei Pkw-Fahrer und ein Pkw-Beifahrer erlitten mit Prellungen und Schnittwunden leichte Verletzungen. Aufgrund festgestellten Atemalkohols beim Unfallverursacher wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet und im Klinikum durchgeführt. Ergebnis: deutlich mehr als zwei Promille.
An den beteiligten Fahrzeugen entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden von mehr als 125 000 Euro.

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