Plau am See : Langfinger kennen keine Winterpause

Polizeiobermeisterin Loreen Zander  in der Station PlauM.-G. Bölsche
Polizeiobermeisterin Loreen Zander in der Station PlauM.-G. Bölsche

In den nächsten Monaten wird die Wasserschutzpolizei ihr Augenmerk verstärkt auf die Sicherheit der Bootshäuser richten. "Langfinger nutzen die Winterzeit, um nach Diebesgut zu suchen", weiß Polizeiobermeisterin Zander.

von
08. November 2010, 11:51 Uhr

Geklaut wird, was sich verscherbeln lässt. Allein an einem Tag im Frühjahr dieses Jahres wurden am Plauer See in Höhe Suckower Keller 13 Bootshäuser aufgebrochen und durchsucht. Treib- und Schmierstoffe, Angeln und Zubehör ließen die Täter seinerzeit mitgehen. Vom Campingplatz in Zislow verschwanden zwei Bootsmotore im Wert von insgesamt etwa 8000 Euro. Im Bereich der Dobbertiner Seen und des Goldberger Sees wurden vorrangig Angelkähne gestohlen.

Einigen Dieben konnte die Polizei auch diesmal nicht habhaft werden. Die Täter verschwanden schnell in Richtung Ostgrenze. Dort flog ein umfangreicher Diebstahl auf, da die Bootsmotoren codiert waren. "Diesen Service bieten wir kostenlos an. Auch wertintensive Ausrüstungsgegenstände können so gekennzeichnet werden und erleichtern uns bei der Aufklärung von Straftaten die Arbeit. Zum einen können wir den Halter eindeutig feststellen und zum anderen schreckt es potenzielle Täter ab", sagt Zander.

Die Bootseigner erhalten mit einem Pass auch alle technischen Angaben über die codierten Teile und haben so eine Übersicht stets zur Hand. Die Polizei rät, andere begehrenswerte Dinge nicht sichtbar in Bootshäusern während der Winterzeit zurückzulassen. Äußerlich sollten die Gebäude gut verschlossen sein. "Ein Zuviel an Sicherheit lässt allerdings vermuten, dass dort etwas zu holen ist. Und nicht selten sind die Folgen der Einbrüche noch größer als die Verluste der gestohlenen Sachen", geben die Experten zu bedenken.

Die Verantwortung für sein Hab und Gut liegt in jedem Fall beim Bootseigner. "In den kommenden Monaten sollte jeder Bootshausbesitzer ab und zu nach dem Rechten sehen", empfiehlt Loreen Zander.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen