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Landtag streitet über Zukunft der Theater in MV

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Schwerin - Mit Leidenschaft hat der Landtag am Freitag über die Zukunft der Theater in Mecklenburg-Vorpommern gestritten. Anlass war ein Antrag der oppositionellen FDP gegen die Pläne der Landesregierung für die Bühnen und Orchester im Land. Statt Zwangsfusionen zur Diskussionsgrundlage zu machen, müsse auf freiwillige Kooperationen gesetzt werden, heißt es in dem Antrag der Liberalen. Neben einer Grundsicherung der Theater müsse ein Teil der Landesförderung im Leistungs- und Kreativitätswettbewerb vergeben werden. Der Antrag wurde gegen die Stimmen von FDP und Linksfraktion abgelehnt.

In der immer wieder von Zwischenrufen unterbrochenen Debatte warf der kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hans Kreher, der Landesregierung vor, mit ihrem Konzept lediglich für Frust und Angst in den Theatern und Orchestern zu sorgen. Bewährte Strukturen drohten zusammenzubrechen.

Das Konzept der Landesregierung sieht bis 2020 die Schaffung von zwei Kulturräumen im Land unter jeweils einheitlicher Intendanz vor. Die Bühnen in diesen Regionen sollen sich zusammenschließen. Aus den jetzt vier Orchestern sollen ebenfalls zwei werden.

Die Landesregierung übe mit diesem Diskussionspapier Druck auf die Theater aus, kritisierte der linke Kulturpolitiker Torsten Koplin. Er forderte Bildungsminister Henry Tesch (CDU) auf, das Konzept zurückzuziehen, und sprach sich für einen Runden Tisch zur Zukunft der Theater und Orchester aus. Das Theaterkonzept der Linken sieht steigende Zuschüsse des Landes vor, das lehnt die Landesregierung aber konsequent ab. Auch künftig sollen jährlich 35,8 Millionen Euro aus der Landeskasse aufgebracht werden.

Bildungsminister Henry Tesch (CDU) unterstrich den Standpunkt der Regierung, dass künstlerische Qualität und Vielfalt der Theater- und Konzertangebote allein durch eine Straffung und Abstimmung der Strukturen zu erreichen sei. Dabei gehe es nicht um Zwangsfusionen, sondern um vernünftige und tragfähige Kooperationsbeziehungen zwischen Theatern und Orchestern, äußerte er. Auch Redner der Koalitionsfraktionen unterstützten das Konzept der Landesregierung.

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erstellt am 03.Apr.2009 | 05:26 Uhr

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