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Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Wismar wird vorangetrieben : Landkreis setzt sich für Kinderschutz ein

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Seit vielen Jahren arbeitet der Fachdienst Jugend des Landkreises NWM mit vielen öffentlichen freien Trägern zusammen. So auch mit dem Jugendhilfezentrum "Käthe Kollwitz" in Rehna.

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erstellt am 04.Jul.2011 | 11:54 Uhr

Seit vielen Jahren arbeitet der Fachdienst Jugend des Landkreises Nordwestmecklenburg mit vielen öffentlichen freien Trägern zusammen. So auch mit dem Jugendhilfezentrum "Käthe Kollwitz" in Rehna. Mit Blick auf die Landkreisneuordnung wird die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Wismarer Jugendamtes stetig vorangetrieben. "Wir haben einen Arbeitskreis gegründet. Beteiligt sind die Familienrichter aus Wismar, Schwerin und Grevesmühlen. Gemeinsam wollen wir schauen, wie wir noch besser zusammenarbeiten können - zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. Schließlich haben auch wir einen Schutzauftrag", sagt Elke Aurich, Sachgebietsleiterin Sozialpädagogischer Dienst im Fachdienst Jugend beim Landkreis Nordwestmecklenburg. Da gehört nicht nur die Kinderschutz-Hotline zu, bei der sich jeder melden kann, der eine Kindeswohlgefährdung in seinem näheren Umfeld befürchtet. "Uns ist wichtig, dass die Eltern erkennen, dass wir ihnen helfen wollen. Oftmals denken alle, wenn das Jugendamt vor der Tür steht: Die nehmen mir jetzt mein Kind weg", so Aurich. Genau das soll verhindert werden, verdeutlicht die Sachgebietsleiterin. "Die Kinder oder Jugendlichen von der Familie weg zu bringen, davon halten wir gar nichts. Uns geht es um Hilfe vor Ort", sagt Elke Aurich.

Seit Anfang des Jahres sind beim Fachdienst Jugend 21 Meldungen zum Kinderschutz eingegangen - drei davon über die Kinderschutz-Hotline. "Es gibt Situationen, da melden sich die Jugendlichen von alleine", so Aurich.

Nicht nur Familienangehörige, Freunde, Nachbarn oder Kollegen müssen aufmerksam sein, sondern auch die Lehrer und Erzieher in den Bildungseinrichtungen. "Sobald ein Kind aggressiv und lauter wird oder in sich gekehrter, also ruhiger wird, müssen alle aufmerksam sein. Schon das können Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung im familiären Bereich sein", so die Sachgebietsleiterin.

Seit Mai dieses Jahres bestehen zwei Gruppen für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern. "Die Kinder werden in den Gesprächsrunden über die jeweilige Krankheit aufgeklärt und gehen anschließend gestärkt aus dieser Gruppe hervor", so Sachgebietsleiterin Aurich. Die Kinder nähmen es dankend an, denn im Alltag wüssten sie besser mit der Erkrankung der Eltern umzugehen.

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