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Parchim : Landkreis noch ohne Schweinegrippe-Fall

vom

Die Meldungen über Erkrankungen an Neuer Influenza und über Todesfälle häufen sich. Die Parchimer Amtsärztin Schwartz konnte in dieser Woche aber insofern Entwarnung geben.

svz.de von
erstellt am 11.Jan.2011 | 12:15 Uhr

Als dass im Landkreis bislang keine Schweinegrippefälle bekannt seien. "Die momentane Situation entspricht der, wie wir sie seit Jahren um den Jahreswechsel beobachten. Wir verzeichnen in der Bevölkerung in der Tat einen Anstieg sowohl von Infekten als Grippe. Der entspricht dem normalen Verlauf", sagt Vera Schwartz bekräftigt aber, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe. Allerdings sind H1N1-Infektionen (Schweinegrippevirus) seit November 2009 nicht mehr meldepflichtig. Ärzte müssen die Gesundheitsämter über derartige Infektionen nur noch dann informieren, wenn Labornachweise vorliegen

"Infekte der oberen Atemwege treten in der Wintersaison und speziell bei der aktuellen Wettersituation vermehrt auf. Sie werden häufig durch verschiedene Viren verursacht, teilweise auch durch den Erreger der Neuen Influenza", erläutert die Medizinerin. Die ersten Indikatoren für einen rasanten Anstieg seien Krippen, Kindergärten sowie Schulen. Von dort aber seien bisher noch keine entsprechenden Meldungen gekommen.

Die Übertragung aller Erkältungsviren geschehe auf ähnliche Weise. Eine Ansteckung erfolge über Tröpfchen, die entweder direkt beim Sprechen, Husten und Niesen in die Atemwege der Kontaktperson gelangen oder in der Luft schwebend übertragen werden. Die Übertragung durch mit Viren verunreinigte Hände sei ebenfalls möglich, sagt Vera Schwartz und fügt an, dass bei weitem nicht alle Infekte komplikationslos verlaufen: "Beginnen Erkrankungen sehr plötzlich mit Fieber, Husten, Muskel- beziehungsweise Kopfschmerzen und zeigen sich Schwäche, Schweißausbruch und Halsschmerzen, sollte man unbedingt den Hausarzt aufsuchen", empfiehlt sie. Entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (Stiko RKI) rät sie insbesondere jenen Menschen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko jetzt zur kostenlosen Schutzimpfung mit dem neuen Dreifachwirkstoff, der auch gegen den Schweinegrippe-Erreger immunisiert. Zu diesen Risikogruppen zählen ältere Menschen über 60, Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten sowie Multiple Sklerose; Menschen mit Immundefekten oder einer HIV-Infektion; Bewohner von Alten- und Pflegeheimen; Schwangere ab dem vierten Monat; medizinisches Personal; Personal in Pflege- und Kindereinrichtungen und Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln. Vera Schwartz: "Menschen ohne Vorerkrankungen wird die Impfung derzeit von der Stiko nicht empfohlen", sagt Vera Schwartz.

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