Landesvater liest für Schulkinder

Aufmerksam hörten die Erstklässler dem Ministerpräsidenten Sellering zu. Foto: Hans-Dieter Hentschel
Aufmerksam hörten die Erstklässler dem Ministerpräsidenten Sellering zu. Foto: Hans-Dieter Hentschel

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21. November 2008, 11:35 Uhr

Schwerin | Der Schultag begann für die Kinder der Klasse 1b an der Heinrich-Heine-Schule in Schwerin mit einem besonderen Vergnügen: Statt Deutsch oder Mathe standen zwei Geschichten auf dem Stundenplan. Am bundesweiten Vorlesetag setzte sich gestern aber nicht die Klassenlehrerin Heike Narewski ans Pult, sondern Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) begrüßte die Erstklässler. Darauf hatten sich die Kinder gefreut und natürlich hatten sie in den Tagen zuvor auch den Namen ihres Ehrengastes gelernt mit einer kleinen Eselsbrücke: Aus "Sellerie" und "Ring" wird Sellering.

Den Schulanfängern hatte der Ministerpräsident mehrere Bücher mitgebracht. Den Autor Janosch kannten viele von ihnen, und so las Sellering ihnen die Geschichte "Traumstunde für Siebenschläfer" vor. Gespannt und mucksmäuschenstill hörten die Knirpse zu, wie Piezke, der Siebenschläfer seinen ersten Flug in den Fängen eines Raubvogels verpennt und sein Freund Popov ihn retten muss.

Eine Geschichte genügte den Erstklässlern noch nicht. Aber der Landesvater ließ sich auch gar nicht lange bitten und las noch eine weitere vor. Den ersten Teil des Abenteuers von "King-Kong, dem Krimischwein" hatten sie bereits von ihrer Klassenlehrerin gehört. Mit Spannung verfolgten sie, wie das Meerschweinchen King-Kong und sein Besitzer dem vermeintlichen Einbrecher helfen, seinen Schlüssel wiederzufinden.

Den Erstklässlern hat die Vorlesestunde mit dem Politiker gefallen. Sie widmeten dem prominenten Vorleser ihre ganze Aufmerksamkeit und ließen sich auch von dem Blitzlichtgewitter um sie herum kaum stören.

Doch nach zwei Geschichten musste der Ministerpräsident Sellering dann zu seiner eigentlichen Arbeit zurück. Zum Schluss verriet er den Kindern noch, wie er gelernt hatte, so gut vorzulesen. Als Vater von zwei Töchtern habe er früher viel vorgelesen, sagte der Landesvater. Da die beiden aber längst aus dem Vorlese-Alter heraus sind, freut er sich nun, neue Zuhörer gefunden zu haben.

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