Länger arbeiten: Gesetz kommt 2009: 5300 Polizisten von Plänen betroffen

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23. Oktober 2008, 08:21 Uhr

Schwerin - Polizisten sollen länger arbeiten: Laut Innenminister Lorenz Caffier (CDU) wären von den Änderungen landesweit 5300 Beamte betroffen. Die 2200 Polizisten im mittleren und die gut 3000 im gehobenen Dienst sollen künftig mit 62 Jahren in den Ruhestand gehen können.

Für Beamte mit 25 Jahren Schichtdienst werde das Pensionsalter nur auf 61 angehoben. Führende Beamte im höheren Dienst, das betreffe derzeit etwa 70, sollen hingegen erst mit 64 ihren Dienst beenden. Nach Angaben des Ministers soll das neue Gesetz zum 1. April 2009 in Kraft treten.

Der Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Michael Silkeit, nannte die Pläne „beschäftigungspolitischen Unfug“. Statt einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit brauche die Landespolizei dringend eine Verjüngungskur.

„Schon heute beträgt der Altersdurchschnitt in den Polizeirevieren 46 Jahre und mehr“, sagte der Gewerkschafter und regte die Schaffung eines Einstellungskorridors für Absolventen der Polizeischulen an, „damit die Polizei nicht noch weiter ,vergreist´.

Laut Innenministerium liegt das Durchschnittsalter aller Polizisten im Land bei 43 Jahren. „Andere Arbeitnehmer, auch Angestellte in der Landesverwaltung, müssen bis 67 arbeiten“, hielt Caffier den Kritikern entgegen und kündigte an, im Rahmen der Gesetzesanhörung auch die GdP-Positionen zu prüfen. Silkeit sprach sich für die Übernahme des Bremer Modells aus, „das sich am Freiwilligkeitsprinzip im Kontext mit einer dienstlichen Notwendigkeit orientiert“.

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