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24. September 2017 | 08:49 Uhr

Lachse kehren zurück

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2010 | 05:56 Uhr

Perleberg | Lachse und Meerforellen kehren derzeit zurück in die Stepenitz und deren Nebengewässer. "Der hohe Wasserstand der Elbe begünstigt den Laichaufstieg. Auch landen so weniger Tiere in den Netzen der Nebenerwerbsfischer", ist von Ulli Thiel vom Landesanglerverband Brandenburg zu erfahren. Bislang konnten bei den Probefischungen in der Stepenitz im Perleberger Stadtgebiet acht Lachse und vier Meerforellen nachgewiesen werden. "Wir wissen, dass deutlich mehr Fische aufsteigen, die den Weg über den Fischpass an der Stadtmühle finden", sagt Thiel. Der Fischereibiologe bekommt leuchtende Augen beim Anblick der Lachse von mehr als 80 Zentimeter Länge und fast fünf Kilo im Betäubungsbecken. "Den kenne ich. Der gehört zur Besatzmaßnahme aus dem Herbst 2007. Diese Markierung steht dafür", erläutert Thiel.

Als halbjähriger Lachs sind die Jungfische in die Stepenitz ausgesetzt worden, sind dann abgewandert und haben sich ein bis zwei Jahre im Meer aufgehalten. Jetzt kehren sie zurück, um für Nachwuchs zu sorgen. "Wir wollen nun wissen, welcher genetische Stamm sich für die Wiederansiedlung in der Stepenitz am Besten eignet", so Ulli Thiel. Deshalb werden die Tiere gemessen, gewogen und ihnen Gewebeproben entnommen. Dabei werden auch Verletzungen festgehalten, die zu erkennen sind.

Im vergangenen Jahr konnten die Fischereibiologen mehr als 60 Meerforellen und nur 16 Lachse nachweisen, die zurück gekehrt waren. Dieses Jahr könnte neue Rekordzahlen bringen und damit beweisen, dass nicht die ganzjährige Schiffbarkeit der Elbe wichtig ist, sondern vor allem die Durchlässigkeit der Gewässer für Fische, die einen Meter und größer werden und dann mehr als acht Kilogramm auf die Waage bringen werden. Der Einzug der Lachse hat gerade erst begonnen.

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