Kutter mit 14 Anglern aus Bayern und schwerkrankem Kapitän geborgen

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12. Mai 2008, 05:26 Uhr

Sassnitz/Bremen - Mit einer großangelegten Rettungsaktion auf der Ostsee sind der schwer erkrankte Kapitän eines Angelkutters sowie 14 Sportfischer in Sicherheit gebracht worden. Der Kutter aus Flensburg war mit Anglern aus Bayern auf Fangreise. Die „Baltic I“ sei am Samstagmorgen von Sassnitz aus zu einer viertägigen Fahrt nach Bornholm ausgelaufen und habe gegen Mittag einen Notruf gesendet, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in Bremen mit. Der Kapitän wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Bergen auf Rügen geflogen. Am Montag ging es ihm nach eigenen Angaben schon deutlich besser. Der Kutter mit den Sportfischern wurden in den Hafen von Sassnitz geleitet.

Stammgäste wollen wiederkommen
Die Lage an Bord sei „sehr ernst“ gewesen, da der 63-Jährige Kapitän in einem „kritischen Zustand war“ und keiner der Sportfischer den Angelkutters hätte sicher steuern können. Im Einsatz war unter anderem der in Sassnitz stationierte Seenotkreuzer „Wilhelm Kaisen“. Zwei Besatzungsmitglieder des Seenotkreuzers übernahmen den Angelkutter und führten ihn sicher mit den Sportfischern zurück in den Hafen nach Sassnitz. Die aus Bayern stammenden Angler reisten nach dem Vorfall wieder ab. „Die Männer kommen schon seit Jahren, wollen immer wieder mit demselben Schiff und Kapitän fahren, deshalb soll die Fahrt 2009 wiederholt werden“, sagte der 63-jährige Kapitän.

Zwei weitere Jachten vor der Insel Rügen gerettet

Nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Sassnitz mussten am Pfingstwochenende noch zwei weitere Jachten unweit der Insel Rügen aus Seenot gerettet werden. So hatte sich eine Segeljacht mit sechs Menschen an Bord südlich vor Thiessow in einer Reuse verfangen und musste von Tauchern freigeschnitten werden. An der Einfahrt zum Hafen Thiessow lief zudem eine Motorjacht mit vier Menschen an Bord auf Grund und musste freigezogen werden.

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