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Haustiere bringen viel Freude, machen aber auch ganz schön viel Arbeit : Kuscheliger Familienzuwachs

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Einen Hund als treuen Spielgefährten, eine Katze zum Schmusen oder putzige Meerschweinchen - viele Kinder träumen von einem eigenen Haustier.

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2011 | 02:27 Uhr

Einen Hund als treuen Spielgefährten, eine Katze zum Schmusen oder putzige Meerschweinchen - viele Kinder träumen von einem eigenen Haustier. Eltern sind oft weniger begeistert. Sie wenden ein: Tiere machen Dreck, die Arbeit bleibt irgendwann doch bei den Erwachsenen hängen und wohin mit dem Tier im Urlaub?

Die Einwände sind berechtigt. Wer sich ein Haustier anschafft, übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen. Dazu gehört auch, sich um das Tier zu kümmern, wenn es alt und krank ist. Wer ohne nachzudenken zugreift, weil in der Nachbarschaft süße Kaninchenbabys verschenkt werden, handelt fahrlässig.

Haustiere brauchen nicht nur Futter, sondern auch Aufmerksamkeit und Pflege. Sie sind keine Spielzeuge, die man beiseite legen kann, wenn es langweilig wird. In der Urlaubszeit muss jemand gefunden werden, der sich gut um sie kümmert. Und je älter die Tiere werden, desto öfter stehen Besuche beim Tierarzt an. Das kostet Zeit und Geld.

Im Klaren muss man sich auch darüber sein, dass Haustiere keine Kuscheltiere sind, mit denen man machen kann, was man will. Kaninchen und Meerschweinchen, zum Beispiel, sind Fluchttiere, die es überhaupt nicht mögen, herumgetragen oder im Puppenwagen durch die Gegend gefahren zu werden. Ein Hund kann ein toller Spielgefährte sein, aber er muss gut erzogen werden, damit man richtig Freude an ihm hat - das ist manchmal ganz schön mühsam. Und auch eine verschmuste Katze geht gern eigene Wege und kann ziemlich ungemütlich werden, wenn man sie nicht in Ruhe lässt.

Wer mit Tieren zusammenlebt, hat aber auch viel Spaß. Es macht Freude, sie zu beobachten und mit ihnen zu spielen. Forscher haben he rausgefunden, dass Menschen gesünder und glücklicher sind, wenn sie ein Haustier haben. Gerade älteren Menschen, die sich einsam fühlen, tut es oft gut, wenn sie ein Tier umsorgen können.

Das Versprechen, sich immer um das Wunschtier zu kümmern, ist manchmal gar nicht so leicht einzuhalten. Oft stellt sich erst nach einiger Zeit heraus, was alles dazugehört. Um besser einschätzen zu können, ob man wirklich so viel Freude an einem Haustier hat, wie man glaubt, und auch die Arbeit dafür in Kauf nehmen möchte, kann man zum Beispiel das Tier von Freunden oder Nachbarn in Pflege nehmen, wenn diese in den Urlaub fahren. Wer sich einen Hund wünscht, könnte in der Nachbarschaft fragen, ob jemand zum Gassigehen gesucht wird. Berufstätige oder ältere Hundebesitzer freuen sich oft, wenn sie jemand dabei unterstützt.

Entscheidet man sich für ein Haustier, sollte man auch über ein Tier aus dem Tierheim nachdenken. Die Tiere dort freuen sich über einen liebevollen neuen Besitzer am meisten.

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