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Siegert, Geschäftsführer des ASB Kreisverbandes Schwerin-Parchim : Kurse an Sandsack und Spiegelwand

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Die Heimstatt für das Projekt "Starke Jugend vor Ort" ist hergerichtet. Damit bieten sich "neue Perspektiven, Bewegungsdrang und Kraft in positive Energie umzuwandeln", so Martin Siegert.

An der Längseite erstreckt sich eine Spiegelwand. Zwischen den Fenstern ist eine Sprossenwand angebracht und etwas in den rund 70 Quadratmeter großen Raum hinein neben Kraftsportgeräten ein roter Sandsack. Die Heimstatt für das Projekt "Starke Jugend vor Ort" am Markt ist hergerichtet. Damit bieten sich "neue Perspektiven, Bewegungsdrang und Kraft in positive Energie umzuwandeln", wie es Martin Siegert, Geschäftsführer des ASB Kreisverbandes Schwerin-Parchim, bei der feierlichen Einweihung am Mittwoch ausdrückte. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist Träger des Projektes, der Kreisverband startet damit sein erstes Vorhaben in der Kinder- und Jugendarbeit in Sternberg. Interessenten zwischen zehn Jahren und Anfang 20 können sich in Kampfsport arten wie Boxen und Karate, Tai-Chi und Selbstverteidigung betätigen, Yoga zur Stressbewältigung oder Rückenschule betreiben. "Wir machen jungen Leute, die oft nicht wissen, wohin mit ihrer Freizeit, sinnvolle Angebote. Zugleich setzen wir ein Zeichen gegen Gewalt und Rechts extremismus", erklärt der Sternberger Sportpädagoge Harry Tarassow, der das Projekt für den ASB leitet. Arbeit, Fleiß und Sport würden Willensstärke fördern.

Berufliche Frühorientierung soll das Angebot ergänzen. Der Anfang dazu sei gemacht, so Tarassow mit einem Schmunzeln. Denn die jungen Leute hätten sich bei der Ausgestaltung des Raums, der einst für Schulungen genutzt wurde, jetzt aber leer stand, auf verschiedenste Art handwerklich ausprobiert. Handwerksmeister aus Sternberg und Dabel standen ihnen wie eine Reihe weiterer Helfer mit Rat und Tat zur Seite. "Die Hilfsbereitschaft fand ich überwältigend", sagt Denise Schroeder, Freiwilligenkoordianatorin beim ASB Kreisverband. "Ich kann jetzt auch hobeln", fügt sie lachend an. Wie zum heißen Start des Jugendprojektes bestellt, konnte Schroeder eine Einladung von Dauerholz Dabel zur Betriebsbesichtigung präsentieren, bei der berufliche Perspektiven in dem neuen, sich entwickelnden Werk vorgestellt werden.

"Starke Jugend vor Ort" fördert der Landkreis Parchim über das Bundesprogramm "Stärken vor Ort", das allerdings am Jahresende ausläuft. Koordinatorin Vera Bonßdorf hofft, dass es in dieser oder anderer Form eine Neuauflage gibt. Dass das hoffnungsvoll gestartete Vorhaben in Sternberg auf der Kippe stehen könnte, wenn eine weitere Förderung solcher Mikroprojekte ausbleibt, mag derzeit niemand ausmalen.

Sigrid Kaiser, Klassenleiterin an der Regionalen Brüel, beschäftigt ein anderes Problem: der Transport der Schüler nach Sternberg. Sie hat zur Einweihung des Raums drei aus ihrer 7. Klasse mitgebracht. "Das Interesse ist groß, selbst bei unseren wenigen Mädchen", sagt sie. Vielleicht finde sich eine Lösung - wie schon bei anderen Problemen zuvor. Harry Tarassow spricht vom vierten Versuch, seine Projektidee umzusetzen. Diesmal sei er frohen Mutes wie nie zuvor. Nächste Woche beginnen die Kurse an Sandsack und Spiegelwand.

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erstellt am 03.Jun.2011 | 01:08 Uhr

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