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Rostocker Starbootsegler setzten im Medalrace alles auf eine Karte : Kurs Olympia liegt an: Schlonski/Bohn Zehnte

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Mit einem beeindruckenden zehnten Platz beendeten Alexander Schlonski und Matthias Bohn aus Rostock den Regatta-Klassiker Trofeo Princesa Sofia vor Palma de Mallorca.

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erstellt am 11.Apr.2011 | 10:33 Uhr

Mit einem beeindruckenden zehnten Platz beendeten Alexander Schlonski und Matthias Bohn aus Rostock den Regatta-Klassiker Trofeo Princesa Sofia vor Palma de Mallorca. Die Schwerinerin Franziska Goltz behauptete sich im Laser Radial als beste Deutsche auf Rang 17., Jan Kurfeld (Wismar) im Finn als bester Deutscher auf Rang 18. Insgesamt ein hervorragender Auftakt für die Segler aus Mecklenburg-Vorpommern in spanischen Gewässern.

Die Starbootsegler Alexander Schlonski und Matthias Bohn hatten am letzten Tag vor dem Medalrace alles auf eine Karte gesetzt: "Wir haben noch einiges am Boot verstellt und sind dann forsch ins Rennen gestartet, schließlich hatten wir nichts zu verlieren. Letztendlich haben wir auch Glück gehabt, dass einige unserer Konkurrenten kräftig Federn lassen mussten", resümiert Schlonski. Mit einem 7. und 8. Platz sicherten sie sich die Teilnahme am Medalrace, dem Rennen der besten Zehn. Dort kamen sie als "Opfer" der internen italienischen Olympiaausscheidung dann nicht über Rang 10 hinaus.

Mit Robert Stanjek und Frith jof Kleen (Berlin) auf dem Silberrang sorgten die Rostocker dafür, dass die vom Heinz Nixdorf Verein geförderte Starbootflotte einmal mehr die erfolgreichste Disziplin aus deutscher Sicht war.

Neben Stanjek/Kleen schaffte auch Paralympics-Sieger Heiko Kröger einen zweiten Rang für das neue Sailing Team Germany. "Einzelne Ergebnisse bei den Wettfahrten haben das Potenzial unserer Besten für Top-10-Platzierungen gezeigt. Das ist als erste Standortbestimmung 2011 akzeptabel", sagte der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann, Mitglied der Führungscrew im Sailing Team Germany. Ein starkes Comeback feierte das Duo Stanjek/Kleen. Als Dritte im finalen Medaillenrennen wurden die Berliner Zweite hinter den britischen Olympiasiegern Iain Percy/Andrew Simpson und vor Torben Grael/ Marcelo Ferreira (Bra). "Das war für uns eine sehr wichtige Standortbestimmung. Wir sind happy und machen jetzt genauso konzentriert weiter", sagte Kleen. Das Duo hat nach vierjähriger Trennung in diesem Jahr erstmals wieder gemeinsam eine Weltcup-Regatta bestritten und zählt prompt zu den Hoffnungsträgern der Segel-Nationalmannschaft.

Zweiter wurde in der Paralympics-Disziplin 2.4mR auch Heiko Kröger. Der Kieler musste sich nur Thierry Schmitter (NL) geschlagen geben und verwies die Britin Megan Pascoe auf Platz drei.

Beeindruckend war die Bilanz der aktuell weltbesten Segel-Nation: Die Briten kamen sieben Mal aufs Podium und feierten Siege in drei Disziplinen.

Zurück zur Bilanz aus MV-Sicht. Beeindruckend auch der Auftritt von Franziska Goltz in spanischen Gewässern: Die Laser-Radial-Steuerfrau aus Schwerin beendete die Regatta als Siebzehnte nicht unzufrieden, aber selbstkritisch: "Für den ersten Wettkampf in diesem Jahr kann man ein okay geben. Mein intensives Fitness-Training hat sich schon ausgezahlt. Es hat weder am Boot noch an meiner Kondition gelegen. Es sind Sachen wie Kenterungen oder Knoten in den Schoten gewesen, die mir zu viele Punkte beschert haben. Aber auch einige taktische Fehlentscheidungen. Dafür stimmt der Speed. Auf den Kreuzen gehöre ich zu den schnellsten. Die Olympiaqualifikation wird nicht leicht, aber ich gehe davon aus, dass ich es packe. Ich werde jedenfalls alles dafür tun."

Durchweg zufrieden kehrte Finn-Segler Jan Kurfeld nach Hause zurück: "Die Generalprobe ist geglückt. Zwei 27. Plätze am letzten Tag waren zwar nicht umwerfend, doch ist das Segeln in der Goldfleet auch sehr schwierig, da die Leistungsdichte enorm hoch ist und jeder Fehler doppelt bestraft wird", fasst er seinen Abschluss als bester deutscher Finn-Segler auf Rang 18 zusammen.

Der nächste Auftritt der MV-Erfolgssegler ist die Semaine Olympique Française vom 23. bis 29. April in Hyere an der Mittelmeerküste.

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