Kur für Primerwald: Miltärschrott soll weg

<strong>Jens Schwarz</strong> zeigt Panzerräder und einen großen Stapel mit Reifen, die in der ehemaligen Militärliegenschaft in Primerwald zum Abtransport bereit liegen.<foto>ReginA MAI</foto>
Jens Schwarz zeigt Panzerräder und einen großen Stapel mit Reifen, die in der ehemaligen Militärliegenschaft in Primerwald zum Abtransport bereit liegen.ReginA MAI

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23. Juli 2010, 05:51 Uhr

Devwinkel | Die oberflächliche Beräumung der ehemaligen deutschen und russischen Militärliegenschaft in Primerwald wird in den nächsten Tagen abgeschlossen. Dann, so Wolfram Mieth, sei alles zusammengesammelt und abtransportiert, was am Wegesrand, im Wald und in Kieskuhlen lag. Was bleibt sind Mauersegmente, Bunker und alles, was auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

Nicht spekulieren möchte er darüber, was sich in einigen Tümpeln noch verbirgt. "Die nächste Maßnahme müsste eine umfangreichere sein", betont der Forstamtmann vom Bundesforstbetrieb Trave, Teil der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Nur mit entsprechender Technik könne man dem zu Leibe rücken, was sich unter der Erdoberfläche befindet.

Mit der jetzigen Aktion, so Mieth, sorge man weiter für die Verkehrssicherheit. Dabei sei ein Betreten des Geländes weiterhin verboten. Ein Sicherheitsdienst schaut nach wie vor nach dem Rechten. "Man kann nur an die Vernunft der Menschen appellieren", sagt Mieth und informiert gleichzeitig, dass man im Zuge der derzeitigen Aufräumarbeiten auch die Einzäunung des Geländes wieder reparieren wird. Immer wieder seien Zäune durchschnitten. Auch sollen zwei Wege, die zwischen Stadtforst und dem Bundesforstgelände bestehen, abgeriegelt werden.

Einen großen Stapel mit Reifen, Betonteilen, Panzerrädern, einen alten Anhänger und vieles mehr haben die Männer in den vergangenen zwei Wochen zusammengetragen. Alles wird sortiert. Schließlich, so der Forstamtmann, denke man wirtschaftlich. Mischschrott und reinen Schrott könne man noch zu Geld machen. Rund 50 000 Euro stünden derzeit für die Aufräumarbeiten in Primerwald zur Verfügung. Erledigt werden sie von Mitarbeitern des Bundesforstbetriebes und Firmen aus der Region.


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