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Projekt „open space“ zur gemeinsamen Zukunft : Kunterbunte und spannende TEO-rie

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Den Faustschen Stoßseufzer "Grau ist alle Theorie" wollten die Teilnehmer eines Arbeitstreffens über die Zukunft der zusammengelegten Regionalen Schule mit Grundschule Marnitz für sich nicht gelten lassen.

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erstellt am 17.Jan.2011 | 11:12 Uhr

Denn schon einmal hatten sie gute Erfahrungen gemacht mit dem so genannten open space - moderiert von TEO, der Arbeitsgemeinschaft Tage Ethischer Orientierung.

Wohlgemerkt in ihrer Freizeit fanden sich Mädchen und Jungen fast aller Altersstufen, teilweise in Begleitung ihrer Eltern, aber auch interessierte Erwachsene aus dem Schulumfeld und etliche Pädagogen ab 9 Uhr früh zu einer zwanglosen Runde ein. Ihr Motto: "Unsere Schule, Klein und Groß - Gemeinsam stark für die Zukunft!"

Allein dieses zu formulieren sei ein Akt gemeinsamer Anstrengung gewesen, betonten Babett Janke vom Schulförderverein und die kommissarische Schulleiterin Regina Müller zur Begrüßung, bevor sie alles weitere in die Hände des Moderators Wolfgang von Rechenberg und seiner beiden TEO-Mitstreiterinnen legten.

Der diplomierte Religions- und Sozialpädagoge ist als Organisationsentwicklungsberater der evangelisch-lutherischen Landeskirche vor allem für die Kooperation von Jugendhilfe und Schulen engagiert. Das Programm TEO sei dabei wegen seiner breit gefächerten Beteiligung besonders häufig gefragt, merkte die junge Dipl. Wirtschaftsjuristin Antje Augustin an, die sich vor allem um Fördermittel bemüht.

An der Seite der FSJlerin (Freiwilliges Soziales Jahr) Aline Strauß "sammelte" sie diesmal sämtliche Anregungen, die während des insgesamt siebenstündigen Arbeitstreffens aufkamen. "Schreibt zunächst mal ohne Scheu alles nieder, was Euch unter den Nägeln brennt", bat das Moderatoren-Team alle 55 Anwesenden. Rasch füllten die Stichworte drei riesige Pinnwände, die ein wenig helfen sollten, sich unter den höchst verschiedenen Problematiken zu orientieren. Denn schließlich wollte jeder hier seine Ansichten einbringen, und zwar völlig freiwillig und selbstbestimmt.

"Diejenigen, die da sind, sind genau die Richtigen", ermunterte Wolfgang von Rechenberg die Erwachsenen, Kinder und Jugendlichen zu gegenseitiger Wertschätzung, denn tatsächlich jeder Beitrag in diesem Prozess der Zielfindung sei gefragt.

Ganz egal ob einem Halbwüchsigen die Schulessensportion nicht reicht, die Pausenmusik des Schulfunks nicht jedermanns Geschmack trifft, sich die einst erfolgreichen Energiesparfüchse ein wenig vergessen fühlen oder das Gedränge am und im Schulbus nervt: Zu jedem Anliegen sollten sich Interessierte finden, die vielleicht Lösungsansätze fänden.

Das betrifft auch solche weit reichenden Vorschläge wie das Ausweiten der Schülerpatenschaften oder gar eine eigene Schulverfassung. Und nicht zu vergessen den Einwurf von Regina Müller, der sich auf jene Prämie bezieht, welche die Schule Marnitz 2010 mit dem Deutschen Präventionspreis gewann.

Bis zur gemeinsamen Verabschiedung nach angeregten Diskussionen in mindestens vier Arbeitsgruppen und noch mehr einladenden Räumen nebst Imbiss und Café erarbeitete das unparteiische TEO-Team noch eine erste Dokumentation des gesamten open space-Arbeitstreffens vom 15. Januar. (Näheres dazu in unserer morgigen Ausgabe) Schon jetzt steht fest, das es nicht das letzte dieser Art an der Marnitzer Schule war.

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