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18. Dezember 2017 | 15:56 Uhr

Kunst satt bis in den frühen Morgen

vom

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erstellt am 16.Mai.2010 | 06:43 Uhr

Schwerin | Die erste Schweriner Kulturnacht war ein Erfolg. Trotz strömenden Regens pendelten rund 3500 Besucher zwischen den mehr als 20 Veranstaltungsorten. Wer Glück hatte, der erwischte einen der Oldtimer-Busse, mit denen die Ifa-Freunde MV fußmüde Kulturbegeisterte chauffierten. Martina Krüger, Koordinatorin des Spektakels vom städtischen Kulturbüro: "Das macht uns Mut für eine mögliche Neuauflage der Kulturnacht."

Im festlich erhellten Großen Haus des Staatstheaters brachte Generalmusikdirektor Matthias Foremny die Stimmung auf den Punkt, als er zum Wunschkonzert der Staatskapelle vor die bis auf den letzten Platz gefüllten Ränge trat: "Sie sind der beste Beweis dafür, wie kulturbegeistert diese Stadt ist", sagte Foremny, bevor er den Taktstock zu Richard Wagners Ouvertüren von "Die Meistersinger von Nürnberg" und "Tannhäuser" erhob.

Manche Veranstaltungsorte platzten angesichts des Andrangs buchstäblich aus den Nähten. So im Stadtarchiv, das historische Filmaufnahmen beispielsweise vom Einmarsch der US-Truppen im Mai 1945 in Schwerin zeigte. Stadtarchivar Dr. Bernd Kasten: "Angesichts des Erfolgs überlegen wir, die Filme künftig in größerem Rahmen zu zeigen." Im "Werk3" ging kaum noch die Tür zu, so rappelvoll war es, als This Maag und das "Spätschicht"-Team ironisch, aber charmant Comedy und Musik präsentierten.

Die Kulturnacht hatte viele Facetten. Nur einige Beispiele: Am Pfaffenteich konnten Kinder toben, das Theater bot Einblicke in die Probenarbeit, im Konservatorium spielten Nachwuchstalente, in der Volkshochschule gab sich der Polizeichor die Ehre, in der Schelfkirche erklang Gospel. Der Theodor-Körner-Chor ließ das Publikum bei einer Probe zuhören, "De Schweriner Klönköpp" luden ins Eisenbahnmuseum. Im Dom brachten junge Organisten die Orgel zum Klingen. Das alte Wasserwerk in Neumühle erstrahlte in einer Lichtinstallation, im Planetarium eröffnete sich der Blick in die Sterne, die Schule der Künste präsentierte ihr Geschichtsprojekt "Heinrich der Löwe". Galerien und Museen boten Kunstprojekte und Ausstellungen. So zeigte das Staatliche Museum auch seine "Schwerinblicke - Künstlersichten". Sprecherin Heidemarie Otto: "Dank ihrer großen Bandbreite hat die Kulturnacht auch Besucher zu uns gelockt, die sonst nicht so oft ins Museum gehen." Gut besucht waren die Ausstellungen der Stadt auch beim ges trigen Internationalen Museumstag. Das Schlossmuseum bot sogar Sonderführungen auf Plattdeutsch und in russischer Sprache an.

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