Küstenringer Mecklenburg-Vorpommern : Küstenringer besiegen Aue 19:14

Benjamin Sadkowiak (rechts) fuhr beim 19:14 der Küstenringer gegen Erzgebirge Aue einen wichtige Sieg ein. Er bezwang Björn Schöniger mit 3:1 und holte ganz wichtige Zähler. Georg Scharnweber
Benjamin Sadkowiak (rechts) fuhr beim 19:14 der Küstenringer gegen Erzgebirge Aue einen wichtige Sieg ein. Er bezwang Björn Schöniger mit 3:1 und holte ganz wichtige Zähler. Georg Scharnweber

Die Kampfgemeinschaft Küstenringer Mecklenburg-Vorpommern zog im Heimkampf der 2. Bundesliga Nord gegen Erzgebirge Aue alle Register und wurden belohnt.

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22. November 2010, 11:35 Uhr

Rostock | Die Verantwortlichen um Team-Chef Martin Buhz hatten die Partie extra von Greifswald nach Rostock Evershagen verlegt, in der Hoffnung trotz des späten Beginns von 20.30 Uhr mehr Zuschauer anzusprechen und somit zusätzliche Unterstützung fürs Team zu mobilisieren. Dieses Rezept hatte Erfolg. Die kleine Halle im Kranichweg war gut gefüllt, und die Kämpfer bedankten sich mit einer starken Leistung - 19:14.

Die Matchwinner waren Benjamin Sadkowiak vom SV Warnemünde und der immer wichtiger werdende Greifswalder Ceven Matthes. Ihre Duelle gegen Björn Schöniger bzw. Franko Büttner waren im Vorfeld mit leichten Vorteilen für die Gäste, aber nicht ohne eigene Möglichkeiten eingeschätzt worden. "Benny" verlor zwar die erste Runde, setzte sich dann aber immer besser in Szene. Mit riesiger Moral trotzte er dem erfahrenen Schöniger die folgenden drei Runden ab und brachte die Punkte aufs Teamkonto. Genauso lief es bei Ceven Matthes. Auch er gab Durchgang eins ab, setzte den jungen Büttner aber stark unter Druck, so dass diesem sichtbar die Kräfte schwanden und Ceven die folgenden drei Runden für sich verbuchte.

Nicht weniger wichtig der erneute Auftaktsieg von Youngster Alexander Grebensikow. Der 16-jährige Torgelower kämpfte clever gegen den mehr als doppelt so alten Pierre Vierling und sicherte sich durch druckvolle Aktionen alle drei Runden. Erwartungsgemäß stand Thomas Tonn gegen den letztjährigen EM-Dritten Nico Schmidt auf verlorenem Posten Doch er gab nur drei Zähler ab und trug somit ebenfalls zum Erfolg der Norddeutschen bei. Anschließend wollte Christian Nützmann gegen Jan Hocko seine Niederlage aus dem Heimkampf vor zwei Wochen vergessen machen. Dies gelang ihm mit einer taktisch disziplinierten Leistung. Immer wieder setzte er den Tschechen unter Druck und verhinderte, dass dieser Aktionen setzen konnte. Folgerichtig wurde "Nützi" im Clinch zur Runden-Entscheidung dreimal von Kampfrichter Wetz aus Bayern mit dem Fassen zum Beinangriff bevorzugt und nutzte das zu Punktgewinnen.

Jan Friedl hatte wieder einmal einen der stärksten Gästeringer vor sich. Roman Meduna ist mehrfacher slowakischer Meister und obendrein noch im klassischen Stil, in dem gerungen wurde zu Hause und gewann durch technische Überlegenheit. Genauso erging es später auch Peter Groß gegen einen weiteren vielfachen slowakischen Meister, Attila Batky. Seine Ausnahmestellung im Team der Küstenringer unterstrich erneut Steffen Lübke. Er ließ Axel Frommhold keine Chance und sicherte mit seinem nie gefährdeten Punktsieg den Mannschaftserfolg ab.

Auch der junge Schwede Timmy Wiedeheim wollte seinen Teil beitragen. Er gewann zwar nicht, ließ gegen den bärenstarken Ungarn Gabor Madarasi jedoch keine technische Wertung zu, so dass Madarasi lediglich alle drei Runden mit Hilfspunkt gewann und Aue damit nur einen Teamzähler verbuchte.

Somit stand der Sieg der Gastgeber schon vor der letzten Gewichtsklasse fest. Denn seit dem Wiegen wussten sie, dass die Erzgebirgler für Sebastian Nowak keinen Gegner mitgebracht hatten - weitere vier Punkte für die Küstenringer zum Endstand von 19:14. "Der heutige Abend hätte nicht besser laufen können. Viele tolle Fans und eine sehr gute Mannschaftsleistung gaben den Ausschlag. Wir haben endlich einmal wieder die engen und entscheidenden Duelle gewonnen. Auch wenn alle den Erfolg errangen, möchte ich besonders ,Benny und ,Ceven hervorheben, deren Siege wir zwar erhofft, aber doch nicht sicher auf dem Zettel haben konnten", so KG-Trainer Steffen Lübke.

Die Küstenringer sind weiterhin Vorletzter, haben nun aber vier Punkte Vorsprung auf den RC Germania Potsdam, der jedoch zwei Kämpfe weniger absolviert hat.

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