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Nachnutzung des Buga-Areals schwieriger als geahnt : Küchengarten-Pläne allesamt gescheitert

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Was wird aus dem Schweriner Küchengarten? Die hochtrabenden Nachfolge-Pläne für eine der beliebtesten Ausstellungsflächen der Bundesgartenschau sind bislang gescheitert.

Was wird aus dem Schweriner Küchengarten? Die hochtrabenden Nachfolge-Pläne für eine der beliebtesten Ausstellungsflächen der Bundesgartenschau sind bislang gescheitert. Statt florierender Märkte, Schauen, Kunstspektakel oder Gärtnertipps erwartet den Besucher dort heute gähnende Leere. "Mit dem Küchengarten sind wir auf der ganzen Linie nicht vorangekommen", fasst Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff die Lage nüchtern zusammen.

Dennoch möchte er das repräsentative Areal ungern als Baufläche freigeben. Ein exklusives Eigenheim-Paradies sahen die ursprünglichen Küchengarten-Pläne nämlich für die Nach-Buga-Zeit vor. Als die Schau mit sensationellen Besucherzahlen abschloss, einigten sich Stadt und Land darauf, mindestens drei Jahre zu warten, bis die Bagger anrollen. So lange hat die Stadt Zeit, um ein tragfähiges Konzept für eine touristische Küchengarten-Nutzung vorzulegen. Geprüft wurde einiges - und verworfen: So war angedacht, Schwerin im Maßstab 1:25 dort aufzubauen. Jetzt steht die Miniaturstadt in Lankow. Auch die Terrakotta-Armee aus China hätte im Küchengarten ausgestellt werden sollen - im Juli und August ist sie in der Kongresshalle zu sehen. Als Kunstareal, Marktplatz oder Veranstaltungsort des Gartensommers taugte der Küchengarten bislang ebenso wenig wie als riesiger Garten - der Pflegeaufwand sei für eine dauerhafte Bepflanzung zu hoch. Außerdem liege das Gelände zu weit fort von den zentralen Touristenströmen. "Wir hatten den Küchengarten als 1B-Lage eingestuft, die Aussteller, die sich das Areal angesehen haben, bewerten ihn allerdings höchstens mit 2B", so Friedersdorff.

Aktuell ist ein Staudenpark mit Info- und Verkaufsfläche in der Diskussion, es gäbe auch schon Landschaftsplaner, die von der Idee begeistert sind - leider fehlt der Investor, der sein Geld in diese grünen Pläne steckt. "Die drei Jahre Versuchsstadium sind ja noch nicht um", sagt der Baudezernent optimistisch. Wenn bis 2012 aber keine Alternativ-Lösung gefunden wird, werde es wohl auf eine Bebauung des Küchengartens hinauslaufen. Dann geht es nur noch darum, ob mit großem Park oder ohne.

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erstellt am 15.Jun.2011 | 10:46 Uhr

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