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21. November 2017 | 09:25 Uhr

Kronotex spürt leichten Aufwind

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2010 | 06:55 Uhr

Heiligengrabe | Erst Entlassungen und Absatzkrise - jetzt Neueinstellungen und Investitionen in Millionenhöhe: Der Holzverarbeiter Kronotex aus Heiligengrabe scheint den Weg aus der Wirtschaftskrise heraus betreten zu haben.

Knapp ein Jahr ist her, dass mehr als 120 Mitarbeiter aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage bei Kronotex ihre Kündigung erhielten. Nach nur zwölf Monaten habe sich die Situation deutlich verbessert, sagt Werksleiter Andreas Böttger gegenüber unserer Zeitung. "Unsere Produktion läuft auf Hochtouren." Auch über Weihnachten und den Jahreswechsel wurde produziert, so

Böttger.

Neueinstellungen habe es gegeben. Die Mitarbeiterzahl habe damit wieder die 700er Marke im Werk überschritten. Grund dafür sei die spürbar verbesserte Auftragslage. "Unsere Bücher sind voll", sagt Andreas Böttger. Abstriche müsse er jedoch bei den Erlösen machen,der Preis am Markt stimme noch nicht. "Wir verdienen weniger als in den Jahren 2005 oder 2006. Das liegt daran, dass alle Hersteller ihre Anlagen auslasten und dadurch viele Produkte im Bereich Laminat und OSB-Platten auf dem Markt sind. Die Nachfrage ist aber nicht im gleichen Umfang gestiegen", erklärt Böttger.

Dabei habe er nicht nur den deutschen Markt im Blick. Zwei Drittel der Produktion gehen in den Export, in etwa 80 Länder. Die Krise am Bau in Irland und England sei deshalb nach wie vor ein ernstes Problem. Ebenfalls der schwache Dollar. Exporte in die USA lohnen derzeit kaum noch, so der Werkleiter. Dennoch dürfe man sich nicht von diesem Markt verabschieden. "Wenn wir zurückstecken, verlieren wir beim Anzug der Wirtschaft schwer

erkämpfte Marktanteile", begründet er.

Trotz hoffnungsvoller Impulse sei die Krise noch nicht überstanden. Um künftig besser gegen solche Situationen gerüstet zu sein, werde das Unternehmen in diesem Jahr in Heiligengrabe etwa elf Millionen Euro investieren. Ziel sei es, die Produktion für Laminate flexibler zu gestalten, um wachsenden Designansprüchen gerecht zu werden. Mit modernen Designs lassen sich in diesem Segment bessere Preise erzielen, sagt Böttger. Auch die Plattenproduktion soll effizienter werden. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Investitionen fließe in die Werterhaltung von Gebäuden und Anlagen.

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