Kreiskrankenhaus bekommt Verstärkung

Mit 24 Schülern startet die Gesundheits-und Krankenpflegerklasse. Lars Reinhold
Mit 24 Schülern startet die Gesundheits-und Krankenpflegerklasse. Lars Reinhold

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06. April 2010, 09:40 Uhr

Perleberg | 24 Neue Gesichter müssen sich die Lehrer der Schule für Gesundheitsberufe in der Kreisstadt jetzt einprägen, denn am 1. April nahm eine neue Klasse die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger auf. Insgesamt 2100 Stunden Theorie werden sie in den nächsten drei Jahren büffeln, die Praxisausbildung am Kreiskrankenhaus umfasst 2500 Stunden und führt sie durch alle Fachbereiche.

"Auch in diesem Jahr hatten wir wieder mehr Bewerber als Ausbildungs plätze", sagt Schulleiterin Marita Schlestein. "Allerdings merken wir die geburtenschwachen Jahrgänge, es sind in den letzten Jahren insgesamt weniger Bewerbungen eingegangen." Als Voraussetzung für die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger nennt die Schulleiterin entweder einen Real- oder erweiterten Hauptschulabschluss. "Zudem verlangen wir ein zweiwöchiges Praktikum vorab."

Das Problem vieler Betriebe, die trotz ausreichender Bewerberzahl nicht genug qualifizierte junge Menschen für die Ausbildung finden, hat das Kreiskrankenhaus Prignitz jedoch nicht. "Die meisten Bewerber passen sehr gut zu unseren Anforderungsprofilen", sagt Schlestein. "Das wird auch durch die Abschlussquote bestätigt, denn fast alle schaffen ihren Abschluss, wenn nicht im ersten Anlauf, dann aber meist in der Nachprüfung." Nur ganz selten komme es vor, dass jemand von sich aus aufgibt. "Wenn wir bei jemandem absehen können, dass die Leistungen für den Abschluss nicht ausreichen, dann bemühen wir uns, ihn erstmal zum Krankenpflegehelfer auszubilden, damit die Zeit nicht vertan ist."

Für die Absolventen der Ausbildung bieten sich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So haben von den am 31. März verabschiedeten 12 Azubis alle einen Arbeitsplatz gefunden, acht von ihnen sind im Kreiskrankenhaus geblieben. Auch die Neulinge hätten gute Chancen, in drei Jahren übernommen zu werden.

Die freuen sich aber erstmal auf ihre Ausbildung. "Am Interessantesten stelle ich mir die Psychiatrie und die Chirurgie vor", sagt Maximilian Wietrzichowski aus Wessin bei Crivitz, der mit der Ausbildung die Wartezeit bis zum Medizinstudium überbrücken will. Doreen Dobrzinski hingegen will sich beruflich neu und in die Zukunft orientieren. "Ich war bisher Kosmetikerin, aber man muss ja auch an die Zukunft, an die Familie denken. Und der Gesundheits- und Krankenpfleger scheint mir einer der sichersten Berufe", sagt sie.

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