1. Südwestmecklenburger Töpfermarkt : Kreative Töpfer in Friedrichsmoor

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Insgesamt 37 Werkstätten und Ateliers waren am Wochenende beim 1. Südwestmecklenburger Töpfermarkt in Friedrichsmoor dabei und lockten hunderte Besucher an. Das ist das zweite große Event im Lewitzdorf.

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06. Mai 2013, 03:35 Uhr

„So ein Event hat der Region noch gefehlt“, sagt Detlef Stang vom Jagdschloss Friedrichsmoor. Am Wochenende hatte er den Schlosspark für den 1. Südwestmecklenburger Töpfermarkt zur Verfügung gestellt. „Wir machen das gerne für die Region“, so der Schlossherr.

Die Idee für das Markttreiben mitten in der Lewitz hatten Christoph und Melanie Bader aus Loosen. Eher zufällig waren die Keramiker auf den Veranstaltungsort gestoßen. Wegen ihrer Kaltblutstute, für die ein Deckhengst gesucht wurde, kamen sie mehrere Male nach Friedrichsmoor. Und so entstand die Idee, an dem Ort, wo im Herbst bereits das Holzfest tausende Besucher anzieht, möglichst ein zweites großes Ereignis zu etablieren. „Wir fangen bei Null an“, so Christoph Bader am Sonnabend vor der Eröffnung, zu der sich der Platz mehr und mehr mit Besuchern füllte. Die Künstler aus den 37 professionellen Werkstätten und Ateliers, die sich am Wochenende präsentierten, kennen die Organisatoren bereits seit Jahren von anderen Märkten. Christoph und Melanie Bader gelang es, Kollegen zu gewinnen, die eine große Bandbreite von Keramik anboten. Etwa die Hälfte kamen aus Mecklenburg-Vorpommern, die anderen Aussteller aus anderen Bundesländern: Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Schleswig-Holstein.

Aus der Nähe von Osnabrück war beispielsweise Johannes Rauer angereist. Er ist regelmäßig in Mecklenburg-Vorpommern, so auch auf Töpfermärkten in Wismar, Rostock und auf Rügen, sagt er. Für Carola Damrow aus Bolz bei Sternberg war es der zweite Marktauftritt in diesem Jahr. Zuletzt hatte sie sich unweit ihrer Werkstatt am 1. Mai in Lenzen an einem Töpfermarkt beteiligt. Sie zeigte sich schon zu Beginn des Markttreibens optimistisch. Denn sie vertraute auf das Organisationstalent von Christoph und Melanie Bader.

Die hatten im Vorfeld der Veranstaltung kräftig die Werbetrommel gerührt - so auch über die Schweriner Volkszeitung. Und sie hatten Landrat Rolf Christiansen als Schirmherr mit ins Boot geholt. Der war zwar am Sonnabend aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Dafür gab es aber anerkennende Worte von seinem Vertreter, dem Beigeordneten Andreas Neumann. „Ein tolles, interessantes Angebot“, so Neumann. Er hoffe, dass es eine Fortsetzung gibt.

Durch Zuschüsse vom Landkreis war es möglich, das zum 1. Südwestmecklenburger Töpfermarkt ein Wettbewerb der Aussteller unter dem Titel „Die Wildsau im Wandel der Zeit...“ ausgeschrieben wurde. Tolle Kunstwerke waren als Resultat zu sehen, manche auch ziemlich frech. So stellte Christel Hoff, die in Stralsund mit Anja Schubert die Galerie Meeres-Ton betreibt, eine Szene nach, in der die Jagd einmal umgedreht wird. Eine Schweinefamilie sitzt um einen Tisch, um den Jäger zu verspeisen. Christel Hoff verriet, sie selbst sei Vegetarierin.

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