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47 Kilometer neue Reitwege : Krakower setzen auf Reittourismus

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Das Konzept eines Reitwegenetzes liegt für den Bereich Alt und Neu Sammit vor. 47 Kilometer sollen als Reitwege ausgewiesen werden. Doch eine Bestätigung durch die Stadtvertretung Krakow am See steht noch aus.

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2013 | 10:18 Uhr

Ein Reitwegenetz für den Bereich Alt Sammit und Neu Sammit liegt jetzt vor. Eine Bestätigung durch die Stadtvertretung Krakow am See steht noch aus. Nach umfangreicher Diskussion auf der jüngsten Sitzung einigte man sich darauf, zunächst die Bewirtschaftung des Wegenetzes konkreter zu fassen. Verträge sollen mit zwei Reiterhöfen in Alt Sammit abgeschlossen werden, kündigte Bürgermeister Wolfgang Geistert an.

Das Konzept weist 47 Kilometer Reitwege aus. Diese führen in erster Linie durch den Wald (30 Kilometer) sowie durch Feld und Flur (13 Kilometer). Hauptsächlich sind des Sandwege (25 Kilometer), aber auch Brandstreifen oder -schneisen, wassergebundene Wegdecken, Asphaltstraßen und Betonspurbahnen. Der Knackpunkt: Neben den Reitern beanspruchen auch Radfahrer und Wanderer das Terrain. Das birgt Konfliktstoff in sich. "Es wurde versucht für jeden einzelnen Wegabschnitt eine Lösung für alle Interessenten zu finden", betont Bürgermeister Geistert und macht darauf aufmerksam, dass die widerstreitenden Interessen der Reiter, Radler und Wanderer wohl dafür sorgten, dass mehr als ein Jahrzehnt verging, bevor nun dieses Konzept auf dem Tisch liegt. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich seit 2011 nun wieder mit dem Reitwegenetz.

Mitunter wird für einzelne Wege ausgewiesen, wo sich der Reiter bewegen soll: links, rechts oder auf einem Grünstreifen am Wegesrand. "Dazu bedarf es einer klaren Beschilderung", betont Karl-Heinz Kleinpeter, der sich als Alt-Sammiter in der Arbeitsgruppe sehr engagiert. Neben den etablierten Reitschildern (grün auf weiß) sollen, wo notwendig, Zusatzschilder auf die speziellen Nutzungsmodalitäten hinweisen. Notwendig, das unterstrich Lucia Dirks, sei das insbesondere für den Weg zwischen Neu und Alt Sammit und denkt dabei in erster Linie an viele Radler. "Auf Reitwegen kann man nicht fahren. Jeder braucht seinen Platz, seine Spur", betont die CDU-Stadtvertreterin. Ein Abschnitt des Fernradweges Berlin-Kopenhagen, der nur zu gut in das Konzept gepasst hätte, werde beispielsweise nicht als Reitweg ausgewiesen, könne allerdings von Reitern genutzt werden. Die müssten dabei allerdings den Vorrang des Radfahrers akzeptieren.

Für die Ausschilderung des Reitwegenetzes liegt in Krakow am See bereits ein Zuwendungsbescheid über Fördermittel vor. Bis Mitte Juli sollen 80 Schilder mit dem Reiter darauf sowie rund 40 Zusatzschilder und Pfeilaufkleber angebracht werden. Rund 7500 Euro sind dafür veranschlagt. Etwa 1500 Euro muss die Stadt als Eigenanteil dafür aufbringen.Mit dem Konzept will die Stadt der Rolle des Reittourismus in der Region und insbesondere um Alt und Neu Sammit besser gerecht werden und die touristische Entwicklung dort zumindest unterstützen.

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