Kommunalwahl ohne Überraschungen

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13. April 2008, 09:56 Uhr

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag die Kommunalwahlen in drei Landkreisen sowie in Greifswald ohne Überraschungen über die Bühne gegangen. In der Hansestadt sowie im Kreis Bad Doberan siegten die Amtsinhaber deutlich. In den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Nordvorpommern, in denen die bisherigen Verwaltungschefs nicht mehr kandidierten, stellte die jeweilige Partei zumindest den Nachfolger. Insgesamt waren 320 000 Wahlberechtigte in diesen Regionen zur Direktwahl aufgerufen, die Wahlbeteiligung lag zwischen 30 und 40 Prozent.

Einzige Wahlsiegerin ist Birgit Hesse (SPD), die neue Landrätin in Nordwestmecklenburg ist. Die 33-jährige Juristin entschied die Direktwahl mit fast zwei Drittel der abgegebenen Stimmen für sich. Hesse ist seit zweieinhalb Jahren stellvertretende Landrätin in Nordwestmecklenburg und zuständig für Jugend, Soziales, Bildung und Finanzen. Sie tritt die Nachfolge von Erhard Bräunig (SPD) an, der nicht mehr kandidierte.

Ebenfalls neu in der Riege der kommunalen Verwaltungschefs ist der 52-jährige Ralf Drescher (CDU), der die Landratswahl in Nordvorpommern für sich entschied. Bei zwei Gegenkandidaten gewann der bisherige Beigeordnete ebenfalls mit einer deutlichen Zwei-Drittel-Mehrheit. Damit bleibt auch Nordvorpommern in CDU-Hand. Vorgänger Wolfhard Molkentin von den Christdemokraten hatte den Landkreis jahrelang geleitet. Der mittlerweile dienstälteste Landrat war wie sein Amtskollege Bräunig nicht mehr zur Wahl angetreten.

Alles beim Alten bleibt im Landkreis Bad Doberan sowie in Greifswald. In Doberan setzte sich Thomas Leuchert (SPD) für eine neue Amtsperiode deutlich gegenüber seinen zwei Mitbewerbern von den Linken und Bündnis90/Grüne durch. 66 Prozent der Wähler stimmten für Leuchert. Greifswalder Oberbürgermeister bleibt Arthur König (CDU). Er holte knapp 60 Prozent der Stimmen.

Als einziger Einzelbewerber der vier Wahlregionen hatte sich in Greifswald der Kaufmann Olaf Tammert zur Abstimmung gestellt, er erhielt fünf Prozent der Stimmen. Ernsthafte Konkurrenz zu den etablierten Parteien kam weder von den Linken noch von den Grünen. Die Wahlbeteiligung lag in allen Regionen nur knapp über 30 Prozent, lediglich die Greifswalder waren aktiver, in der Hansestadt nahmen etwa 40 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung teil.

In diesem Jahr wurde bereits in zwei Landkreisen gewählt. In Parchim schaffte es der bisherige Landrat Klaus-Jürgen Iredi (SPD) im ersten Wahlgang, die erforderliche Stimmenanzahl für eine weitere Amtsperiode zu erzielen. In Güstrow gibt es am 20. April eine Stichwahl zwischen Amtsinhaber Lutz da Cunha (SPD) und dem CDU-Bewerber Manfred Wimmer. Bis Jahresende wird in insgesamt zehn Kreisen sowie zwei kreisfreien Städten gewählt werden.

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