Kombizug zwischen Rostock und Österreich

Zwischen Rostock und dem österreichischen Wels startet DB-Schenker mit einem neuen Kombizug. Lkw-Anhänger rollen von den Fähren und werden auf spezielle Eisenbahnwaggons gesetzt oder umgekehrt. Rund 22 Stunden ist der Zug unterwegs.

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09. Juni 2008, 08:41 Uhr

Rostock - Jeweils montags und donnerstags wird der neue Kombizug auf der Strecke zwischen Rostock und Wels in Österreich unterwegs sein. Gestern Nachmittag schickten DB-Schenker und der Schweizer Partner Hangartner die Wagen auf die Jungfernfahrt. Die Strecke ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung, die von Wels aus weiter bis nach Südosteuropa reicht.

„Über das Baltic Sea Gate kommen die Waren aus Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark und werden hier in Rostock verladen“, sagt Gunnar Scholtz, Leiter Ladungsverkehre bei DB Schenker. Die Verteilung der Waren erfolgt dann am Zielort durch Lkw. In der Süd-Nord-Verbindung ist es das gleiche Verfahren.Transportiert werden unter anderm Papier, Maschinenteile Schnittholz. „Hinzu kommen auch Gefahrgüter, die wir somit von der Straße holen“, so Scholtz.

Mit einem Reach-Stacker, das ist ein riesiger Trailer-Stapler, werden die Anhänger auf den Waggon gesetzt und sicher befestigt. „Läuft alles planmäßig dauert die Beladung der 32 Waggons mit den Trailern etwa eine Stunde“, sagt Scholtz. Mehr als einen halben Kilometer ist der Zug lang.
Durch die eingesparten rund 900 Straßenkilometer, die jeder Anhänger samt Zugmaschine unterwegs wäre, ergibt sich auch ein wichtiges ökologisches Plus. Rund zwei Drittel weniger Kohlendioxid belasten so die Umwelt, das sind pro Zug mehrere Tonnen des klimaschädlichen Gases.

Die Hangartner AG ist langjähriger Logistikpartner. Das Schweizer Unternehmen hat vor 12 Jahren in Rostock seinen ersten Kombizug auf Reisen geschickt. Inzwischen gibt es gute Erfahrungen mit der Kombination von Lkw-Anhängern auf Eisenbahnwaggons. Shuttle-Züge verbinden Rostock schon mit Verona, Basel und Duisburg.

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