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SSC: Vorbereitungen auf das Abenteuer Champions League laufen : Königsklasse Fluch und Segen zugleich

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Die Vorbereitungen auf das große Abenteuer laufen beim SSC jetzt auf Hochtouren. "Wir werden unsere Heimspiele in der Kongresshalle bestreiten", teilte Stenzel von der SSC-Teamleitung mit.

svz.de von
erstellt am 20.Jul.2011 | 11:24 Uhr

Eczacibasi Istanbul, RC Cannes und Villa Cortese - alles klangvolle Namen im Damen-Volleyball. Und das werden die Gruppengegner des deutschen Meisters Schweriner SC im Pool A der Champions League sein. Die Vorbereitungen auf das große Abenteuer laufen beim SSC bereits jetzt auf Hochtouren. "Wir werden unsere Heimspiele in der Kongresshalle bestreiten, und zwar dienstags um 19 Uhr", teilte gestern Holger Stenzel von der SSC-Teamleitung unserer Redaktion mit. So können sich die Volleyball-Fans aus Schwerin und der Region auf Istanbul gleich zum Auftakt am 29. November freuen. Cannes kommt am 20. Dezember, Villa Cortese am 10. Januar.

Auch wenn sich alle auf die Königsklasse freuen, so prägte Stenzel doch einen bezeichnenden Satz: "Die Champions League ist Fluch und Segen zugleich." Ein Segen, weil man den Fans internationalen Spitzenvolleyball und der Mannschaft die sportliche Herausforderung bieten kann.

Doch der Fluch ist nicht weit. Denn der Europäische Volleyball-Verband (CEV) stellt an die Teilnehmer enorme Bedingungen. Da muss die Entfernung zwischen Seitenlinie und Werbebande fünf Meter betragen. Deshalb spielt der SSC auch in der Kongresshalle und nicht in der Arena. "Wir müssten in der Arena die ersten beiden Sitzreihen einziehen, um die Entfernung einhalten zu können. Da gehen uns aber Zuschauer verloren", so Stenzel. Die zweite Bedingung ist der Hallenboden. Es dürfen keinerlei weitere Linien auf dem Feld zu sehen sein. So müsste man in der Arena die Linien des Handballfeldes abkleben. Und das bekommt man nicht ohne weiteres hin. Auch mit dem eigens vor neun Jahren für die Volleyball-WM-Vorrunde angeschafften Bodenbelag für die Kongresshalle wäre es nicht getan. Den kann man nicht eins zu eins in der Arena verlegen. "Zerschneiden wäre da die einzige Möglichkeit. Dann wäre er für die Kongresshalle nicht mehr verwendbar", erklärte Stenzel. Mit der Austragung in der Kongresshalle erhofft sich der SSC natürlich aber auch mehr Zuschauer als die gut 1800 in der Arena.

Eine weitere Bedingung der CEV ist das Vorweisen einer TV-Garantie. "30 Minuten müssen im Fernsehen gesendet werden. Die Zeit ist egal. Es kann auch um 22.30 Uhr sein. Da verhandeln wir mit dem NDR."

Das Abenteuer Champions League wird so sowohl sportlich als auch finanziell zu einer riesigen Herausforderung. "Im Gegensatz zum Fußball müssen wir ja in der Champions League noch Geld mitbringen." Und das zusätzlich zum Bundesliga-Etat, der sich inklusive aller Geld- und Sachleistungen auf etwa 800 000 Euro beläuft.

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