Know-how aus MV in Südafrika

Mit dem Know-how der Wittenburger Mürmann Gewindetechnik GmbH

bekommt das südafrikanische New Green Point

Stadion seine charakteristische Fassade. Für deren Stabilität sorgen 2300 Rundköpfe der Firma aus dem Kreis Ludwigslust – pünktlich vor Beginn der FIFA WM 2010 in Kapstadt.

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11. November 2008, 09:57 Uhr

Wittenburg/Kapstadt - Stechend weiß soll sich das New Green Point Stadion im südafrikanischen Kapstadt pünktlich am 11. Juni 2010 zum Anpfiff der FIFA Weltmeisterschaft 2010 erheben. „So ähnlich wie die Allianz Arena in München soll es aussehen“, sagt Achim Kuckuck, Geschäftsführer der Mürmann Gewindetechnik GmbH in Wittenburg, Kreis Ludwigslust. Und für die Stabilität der Stadion-Außenfassade sollen rund 2300 Rundköpfe aus deren Produktion sorgen. Diese Bauteile bilden im Verbund mit neun Meter langen Stangen das Skelett der Außenwand. Nach Montage des Gerüsts befestigen Bauarbeiter anschließend weiße Membrane, die für das charakteristische Aussehen verantwortlich sind.
Das Know-how der Wittenburger verleiht der Konstruktion die nötige Flexibilität. Die Rundköpfe braucht das Gerüst, um das Gewicht tragen zu können sowie Wind, Wetter und Belastungen durch die WM-Besucher zu trotzen.
Die englische Firma High Tex, die die Membrane fürs New Green Point herstellt, hat Mürmann gemeinsam mit der polnischen Firma Mostostal ins Boot geholt. Ausschlaggebend war einerseits das günstige Angebot, das Kuckuck unterbreitet hatte, aber auch das internationale Standing des Gewindeherstellers. Die Mitarbeiter bauten schon an der Dachkonstruktion der neuen wissenschaftlichen Akademie in St. Francisco mit. Selbst gesehen hat Kuckuck das Gebäude noch nicht, dennoch sei er sehr stolz darauf. Seine 30 Mitarbeiter stellen Rohrhalterungen für den deutschen und europäischen Großhandel her – mit Erfolg. Vor wenigen Wochen weihten sie ihre neue Produktionshalle ein. „Der Neubau wurde erforderlich, weil wir die Fertigung von Zug- und Druckstabsystemen in unsere Produktionspalette aufgenommen haben“, sagt Kuckuck. Von der Finanzkrise merkt das Unternehmen wenig. Die Auftragsbücher sind voll.
Warten auf Okay aus PolenDie aktuelle Produktion für das Fußball-WM-Stadion kann jeden Tag anlaufen, „sobald wir das Okay aus Polen bekommen“, sagt der eifrige Geschäftsführer. Eigentlich sollte die Herstellung schon am Montag in der neuen Halle losgehen, aber die endgültigen Maße der Rundköpfe stehen noch nicht genau fest. „Bis Ende Januar sollen die Bauelemente fertig sein“, sagt Kuckuck.

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