Streit um ehemaligen Museumschef : Klüver soll Geld unterschlagen haben

Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze erhebt harte Vorwürfe gegen Dennis Klüver. Foto: Steffen Oldörp
Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze erhebt harte Vorwürfe gegen Dennis Klüver. Foto: Steffen Oldörp

Der ehemalige Geschäftsführer des Schönberger Volkskundemuseums, Dennis Klüver, steht in der Kritik. Nach Angaben von Bürgermeister Lutz Götze soll Klüver Geld nicht sachgerecht abgerechnet haben.

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19. Januar 2011, 06:40 Uhr

Schönberg | Der ehemalige Geschäftsführer des Schönberger Volkskundemuseums, Dennis Klüver, steht in der Kritik. Nach Angaben von Bürgermeister Lutz Götze soll Klüver, der bis Ende vergangenen Jahres Geschäftsführer des Museums war, Geld nicht sachgerecht abgerechnet haben. "In Frage stehen mindestens 1500 Euro", sagt Götze. So soll Klüver unter anderem 300 Euro aus der Kasse genommen haben - für Überstunden. Einen Beleg dafür gebe es zwar. Allerdings habe es keine Vereinbarung gegeben, dass Überstunden bezahlt würden, so Götze. "Laut Arbeitsvertrag waren alle Stunden, auch die Überstunden, mit seinem Gehalt abgegolten."

Ein weiterer Vorwurf: Klüver soll laut Götze zudem 500 Euro aus der Kasse genommen haben, um einen Autor zu bezahlen. Der habe Geschichten von Fritz-Reuter vorgelesen. Allerdings: "Einen Beleg mit der Unterschrift des Autors gibt es nicht", sagt Götze, der von weiteren Ungereimtheiten spricht. Insgesamt soll dem Museumsverein ein Schaden von 1500 Euro entstanden sein. "Das ist ein ganz klarer Vertrauensmissbrauch von Seiten des Herrn Klüver. Der Vorstand des Museumsvereins hat ihm schließlich vertraut", so Schönbergs Bürgermeister, der ziemlich sauer ist. Um den Vorfall zu klären, habe er dem Beschuldigten eine E-Mail geschrieben. "Ich hatte ihn darin gebeten, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Das hat er aber bis heute nicht getan. Dass wirft ein schlechtes Licht auf ihn", sagt Götze. Klüver selbst kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen.

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