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Zarrentin : Kloster lockt mit neuer Kunstschau

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Eine neue Exposition soll wieder Kunstfreunde in das Kloster locken: Im ehemaligen Nonnenkloster Zarrentin werden "Keramische Strandungen" und "Skulpturen aus Schrott" zu bestaunen sein.

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erstellt am 22.Jul.2011 | 09:36 Uhr

Eine neue Exposition soll wieder Kunstfreunde und Schaalsee stadtbesucher in das Kloster locken: Von Sonnabend, 23. Juli, bis einschließlich Sonntag, 21. August, werden im ehemaligen Nonnenkloster Zarrentin "Keramische Strandungen" und "Skulpturen aus Schrott" zu bestaunen sein. Gleich zwei Künstler stellen gemeinsam ihre Werke in den Räumlichkeiten des historischen Bauwerkes vor. Die Besucher dürfen sich auf Kunst, deren Materialien gegensätzlicher nicht sein können, freuen. Der eine, Martin Lichtmann aus Kaiserslautern, fertigt Plastiken aus Ton. Der andere, Heiko Surek aus dem thüringischen Arnstadt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kleinplastiken aus Schrott, darunter auch Plastiken aus Grenzzaunmaterial, herzustellen.

Und doch haben sie eins gemeinsam:

Beide Künstler zeigen Objekte, in denen die Vergangenheit neu entsteht! Martin Lichtmanns keramische Relikte aus grob schamottiertem Ton wirken von weitem wie verbranntes Strandgut, das einst weggeworfen wurde, verloren ging, weil es der Mensch nicht mehr gebrauchen wollte oder konnte. Gerade die Dinge, die der Mensch nicht mehr gebrauchen kann und nicht mehr haben will, verarbeitet Heiko Surek und lässt daraus Neues entstehen. "Wenn ein Stück altes Metall mich erst einmal gefunden hat, weiß es auch, was es werden will", so Surek.

Die beiden haben sich beim Aufbau ihrer Ausstellung erstmals persönlich kennen gelernt, kannten sich vorher nur aus telefonischen Gesprächen. Der Titel für Heiko Sureks "Skulpturen aus Schrott" müsste eigentlich "Eiserne Randerscheinungen" heißen. Es sind größtenteils Objekte, die aus Grenzzaun gefertigt wurden.

Mittelpunkt der Ausstellung ist ein Hecht, dessen Entstehung auf einer Sage beruht: Der goldene Schüssel. Ein Berg am Schaalsee wird von Alters her als Schlossberg bezeichnet. In dem Berge soll durch eine Verwünschung einst ein stolzes Königsschloss versunken sein. Darin schlummert in einer goldenen Wiege ein Königssohn. Der goldene Schlüssel zum Schlosse aber ist in den See geworfen, und ein Hecht hat ihn verschlungen. Wenn eines Tages der Hecht gefangen wird und der goldene Schlüssel wieder ans Licht kommt, dann wird das Schloss wieder dastehen, und Mecklenburg wird unter der Herrschaft des Königssohnes wieder ein mächtiges Königreich werden, wie es vor Zeiten gewesen ist. Der Hecht aber kann nur in der Johannisnacht gefangen werden, von einem Fischer, der Bülow heißt...

Die Ausstellung wird heute um 17.30 Uhr eröffnet, der Eintritt bei der Ausstellungseröffnung frei ist. Neben Uwe Rasmussen, der am Flügel spielt, trägt die zehnjährige Tochter von Heiko Surek zwei Stücke auf der Klarinette vor. Am Sonntag, dem 24. Juli, werden in der Zeit von 13 bis 17 Uhr beide Künstler vor Ort im Kloster sein, interessierte Kunstfreunde können sich dann von ihnen die Ausstellung zeigen lassen.

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