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Anhebung des See-Wasserspiegels : Klocksdorfer fürchten um ihre Ferienhäuser

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Der geplante Bau einer Fischaufstiegsanlage und die befürchtete Anhebung des Wasserspiegels des Röggeliner Sees hat bei Einwohnern von Klocksdorf Skepsis hervorgerufen.

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erstellt am 18.Jan.2011 | 11:14 Uhr

Sie haben die Sorge, dass durch eine Anhebung des Wasserspiegels Ferienhäuser in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, die sich in der Nähe des Sees befinden.
Uwe Kaatz aus Klocksdorf ist einer der Betroffenen, der sich Sorgen um die Ferienhaussiedlung machen. "Wen soll ich für Schäden haftbar machen, wenn die Fundamente plötzlich nass werden", fragte Kaatz bei einem Vor-Ort-Termin mit Mitarbeitern des Biosphärenreservats Schaalsee und des Instituts für ökologische Forschung und Planung GmbH (Biota). Anberaumt worden war das Treffen, um einen Kompromiss zu finden, den die Bürger mittragen. "Das schlimmste Szenario wäre, dass wir hier ,absaufen und uns ein Hochwasser ranholen", verdeutlichte Bürgermeister Norbert Baumann.

Die Sorge der Bürger bekamen die Ingenieure des Instituts Biota mehrfach zu hören. "Wir versuchen jetzt, die optimale Lösung für alle zu finden. Deshalb sind wir hier. Wir wollen hier kein Haus ,absaufen lassen", stellte Diplom-Ingenieur Marc Schneider klar. Seine Kollegin Ulrike Kästner beteuerte in Klocksdorf: "Es ist keine Anhebung des Wasserspiegels mehr vorgesehen." Derzeit reicht das Wasser bis zehn Meter an die Bungalows heran, verdeutlichten Einwohner.

Die Planer waren im ersten Anlauf davon ausgegangen, dass ein Anheben des Wasserspiegels kein Problem darstellen würde. Sie hatten bei einer vorangegangenen Zusammenkunft aber bereits kritische Wasserstände festgestellt. "Wir wollten sie jetzt exakt erfassen", sagte Schneider von Biota in Klocksdorf.

Bei dem geplanten Vorhaben soll ein in die Jahre gekommendes Stauwehr (der so genannte Aalfang) durch eine Fischaufstiegsanlage ersetzt werden. Dafür mussten, wie jetzt in Klocksdorf geschehen, die zukünftigen einzustellenden Wasserstände festgelegt werden, damit kein Schaden bei der Bevölkerung entsteht. Nach Fertigstellung des Bauwerks können Fische über die Maurine bis in den Röggeliner See gelangen.

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