zur Navigation springen

Schwerin: Stadt erarbeitet derzeit das Energiekonzept : Klimaplan soll 2012 vorliegen

vom

Im Jahr 2012 soll das Klimakonzept für Schwerin stehen. Darüber informierte jetzt Oberbürgermeisterin Gramkow. Derzeit erarbeite die Stadt dafür das Energiekonzept.

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2011 | 11:33 Uhr

Die Stadtvertreter hatten die Stadtspitze im Juni vergangenen Jahres mit der Erarbeitung beauftragt. Ziel ist es dabei, den Kohlendioxid-Ausstoß zu senken sowie eine größtmögliche autarke Energieversorgung der Stadt zu erreichen, die mittels eines breiten Mixes aus regenerativen Energien gesichert werden soll (wir berichteten).

Derzeit erarbeite die Stadt dafür das Energiekonzept, das eine wesentliche Grundlage für den eingeforderten Klimaplan darstelle, so die Oberbürgermeisterin. Realisiert werde dieses in Federführung der Stadtwerke in Zusammenarbeit mit der Firma Energie-Umwelt-Beratung Rostock. Das Konzept soll Gramkow zufolge Ende dieses Jahres bzw. Anfang 2012 vorliegen. Die Kosten in Höhe von 140 000 Euro teilen sich dabei Stadt, Land und Bund.

Die Arbeiten am Klimaschutzkonzept selbst sollen in wenigen Wochen beginnen. Mehrere Ingenieurbüros würden mit der Erarbeitung beauftragt. Die Fertigstellung eines durch den Bund geförderten Klimaschutzkonzeptes ermöglicht es, anschließend zwei Management-Stellen für diesen Bereich für zwei Jahre zu finanzieren, wobei der Eigenanteil der Stadt lediglich bei 5000 Euro für die zwei Jahre liegt.

Bereits jetzt haben Stadt und kommunale Unternehmen eine Vielzahl von Vorarbeiten zum Klimaschutz geleistet. So wird beispielsweise das Faulgas aus der Klärschlammstabilisierung in einem Blockheizkraftwerk genutzt. Zudem gab es bereits diverse Untersuchungen und nachfolgende Maßnahmen zur Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden. Auch bei der schrittweisen Erneuerung der Schweriner Straßenbeleuchtung sei auf Energieeinsparung gesetzt worden. Auf Beschluss der Stadtvertretung prüfe die Verwaltung außerdem die Bereitstellung von Dachflächen auf städtischen Gebäuden für die Solarenergienutzung. Derzeit laufen nach Auskunft der Oberbürgermeisterin Untersuchungen zur Wärmerückgewinnung aus Abwässern.

Für das Energiekonzept hätten die Experten der Stadtwerke bereits zahlreiche Analysen erstellt. So gäbe es beispielsweise schon eine nach Stadtteilen aufgeschlüsselte Aufstellung des Energieverbrauchs. Dabei seien die Verbrauchsdaten für Strom, Fernwärme und Gas erhoben worden. Für die Stadtteile Altstadt, Mueßer Holz, Großer Dreesch, Neu Zippendorf und die Werdervorstadt würde zudem derzeit ein Energiekataster erstellt. Den Stadtwerke-Profis ist dabei auch die Bedeutung der Fernwärme bekannt. Hier gäbe es verschiedene Analysen, wie Emissionen durch weiteren Ausbau verringert werden könnten. Die Umsetzung der Fernwärme-Satzung sei ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz. Die Erarbeitung von so genannten Projekt-Kennblättern beispielsweise für erneu erbare Energiequellen und ausgewählte Klimaschutzmaßnahmen sollten letztlich nicht nur einem effektiven Klimaschutzkonzept dienen, sondern auch einer wirksamen Öffentlichkeitsarbeit, lautet der Rat der Experten.

Noch gibt es aber eine Reihe von Problemen abzuarbeiten. Eines davon ist auch der Wohnungsleerstand in der Landeshauptstadt. Denn die gegenwärtige Teilbeheizung dieser Wohnungen bedeute einen unnötigen Kohlendioxid-Ausstoß, argumentiert die Oberbürgermeisterin in ihrem jetzt vorgelegten Zwischenbericht für die Stadtvertreter.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen