Kita "Märchenland"

Seit März 2007 ist die AWO Kita „Märchenland“ Landeskonsultations-Kita mit Schwerpunkt Gesundheit/Wellness. Wie man hier arbeitet, davon überzeugten sich gestern Kollegen anderer Einrichtungen des Landes sowie Vertreter des Sozial- und des Bildungsministeriums.

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15. Oktober 2008, 11:37 Uhr

Perleberg - „Wir haben sooo viel Besuch“, sagt ein Spatz und breitet die Arme aus. In der Tat, 20 große, fremde Leute gesellten sich gestern Morgen zu den Stiften der AWO-Kita „Märchenland“. Zum Spielen waren sie eigentlich nicht nach Perleberg gekommen, sagen wir, nicht nur. Denn Anlass war die Fachtagung der Koordinierungsgruppe„Landesweite KonsultationsKitas“. Als Mitglied übernahm die Kita Koloniestraße gestern die Gastgeberrolle. So begann die Tagung mit einer Stippvisite bei den eigentlichen Hauptpersonen, den Kindern.

Besuch ist der Perleberger Nachwuchs gewöhnt. „Öfters schauen Kollegen vorbei, wollen sich informieren, wie wir es machen“, berichtet Leiterin Christine Schmidt. Und so entspinnt sich spielend so manche kleine Fachsimpelei zwischen Hosenmatz und Erzieherin aus Potsdam, Eberswalde oder woher auch immer. Selbst medizinische Fragen, wie das Bläschen an der Lippe und was man dagegen machen kann, werden dabei tangiert. Marion Brückner aus Eberswalde, ihre Kita wird demnächst Landeskonsultations-Kita, zeigt sich beeindruckt, mit welcher Offenheit die Steppkes auf Erwachsene zugehen. „Das hat was damit zu tun, dass die Kinder sich wohl fühlen, das Klima stimmt.“

Gesundheit hat sich das „Märchenland“ nicht nur offiziell auf die Fahnen geschrieben, Gesundheit wird hier gelebt, beginnt mit dem gesunden Frühstück, setzt sich fort im Spiel, das den 85 Kindern auch die Möglichkeit offeriert, sich einfach mal zurückzuziehen. Und letztlich mündet alles in Bewegung. Zu den monatlichen Waldtagen geht es raus in die Natur, werden in Gummistiefeln, mit Werkzeug und Lupe Flora und Fauna erkundet. Regelmäßig trifft sich auch die Sport-AG, entdecken selbst Dreijährige schon spielend all die Geräte, die eigentlich für Schulkinder in der Turnhalle stehen.

„Gesundheit und Wellness, das kann man nicht trennen“, betont Christine Schmidt. Immer mittwochs ist in der Kita Wellnesstag, natürlich freiwillig wie alles andere auch. Entspannung bei Düften, leiser Musik und Massagen, ganz wie das Kind es zulässt, es ihm gut tut.

Bewegung ist alles Das Außenareal ist eigentlich traumhaft an Größe und Natur. Auch die Spielgeräte fordern förmlich den kindlichen Bewegungsdrang heraus. Also ist man wunschlos glücklich? „Nicht ganz“, fügt die Kita-Leiterin an. Zur Glückseligkeit fehlt es hier noch an Ausstattung, wie einer Kletterwand.

Bei den Gästen hinterließ die Kita durchaus den Eindruck, dass die Steppkes in gesunder Umgebung heranwachsen, lernen, was gesund bedeutet und was man selbst dafür tun kann. Das „Selbst“ nimmt dabei einen großen Raum ein, sowohl in der Entscheidung als auch im Tun. Gewachsen an ihren Aufgaben ist dabei auch Kita selbst, bescheinigt ihr Ralf Kohlberger, Mitarbeiter im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.

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