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18. November 2017 | 13:19 Uhr

Kinder melden ihre Wünsche an

vom

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2010 | 07:02 Uhr

Wittenberge | In der Stadt einschließlich der Ortsteile gibt es insgesamt 39 Spielplätze. Einen stattliche Zahl. Rein statistisch gesehen steht damit ein Platz 44 Mädchen und Jungen zur Verfügung. Denn 1719 Kinder und junge Leute vom Babyalter bis einschließlich 17 Jahren sind derzeit als Bewohner Wittenberges gemeldet.

Nun weiß aber auch jeder, dass das mit der Statistik so eine Sache ist. Als aktuelles Beispiel mag die Singvogelsiedlung an der Lenzener Straße dienen. Als die Stadt dort nach einem Sicherheitscheck sehr schnell das dort stehende Gerät demontieren ließ, sammelten Eltern Unterschriften, sprachen beim Bürgermeister vor. Sie wollen ihren Spielplatz behalten, sagten sie. Zehn Kinder wohnen in dem weitläufigen Areal. Sie müssten, wenn sie Karussell, Wipptiere oder Kletterwand auf einem der nächsten Plätze erreichen wollen, über die vielbefahrene Lenzener Straße. Das Fazit: In den Drosselweg kommt ein neues Spielgerät.

Mädchen und Jungen, die sich in der Innenstadt auf einem Spielplatz austoben wollen, müssen schon ein ganzes Stück Weg auf sich nehmen. Im Stadtzentrum fehlt es an derartigen Plätzen, sieht man einmal von der Uraltfläche zwischen den Neubauten in der Bahnstraße ab. Dabei wohnen in der Innenstadt 841 Kinder, das entspricht etwa 49 Prozent.

Als in der vergangenen Woche Stadtvertreter, Abgeordnete, haupt- und ehrenamtlich mit Jugendarbeit Befasste sowie Eltern in der Rathausschule zusammensaßen, war auch das ein Gesprächspunkt. Denn an jenem Abend begann ganz offiziell die Spielleitplanung für die Stadt (der "Prignitzer" berichtete). Diese Art der Planung, die unter Regie eines Fachbüros aus Dortmund erfolgt, befasst sich keinesfalls nur, aber eben auch mit Spielgelegenheiten.

Klugerweise gehen die Akteure aus der Stadt und das Planungsbüro davon aus, dass Lieblingsplätze von Heranwachsenden nicht unbedingt identisch sein müssen mit den offiziellen Spielplätzen, dass die Vorstellungen, die Mädchen und Jungen haben, nicht unbedingt mit denen von Erwachsenen übereinstimmen. Deshalb auch gehören Streifzüge durch die Stadt zum Projekt. "Kinder zeigen Erwachsenen unbeeinflusst von diesen, wo sie sich am liebsten aufhalten", erklärt Constanze Stehr aus dem elbestädtischen Rathaus. Am 28. Oktober findet ein solcher Streifzug statt, an dem sich jeder beteiligen kann. Treff ist um 15 Uhr am Kulturhaus.

Bereits um 13 Uhr können sich dort Senioren einfinden, die bei einem Streifzug durch Wittenberge auf ihre speziellen Bedürfnisse aufmerksam machen. Denn wie gesagt: Spielleitplanung ist mehr als Spielplatzherrichtung, zielt auf eine familienfreundliche Stadt ab.

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