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Kirchgemeinde Pokrent : Kinder demonstrieren für das Weihnachtsfest

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Kinder der Kirchgemeinde Pokrent begeben sich auf die Suche nach dem Sinn des Weihnachtsfestes. Ihren „Demonstrationszug“ zeigen sie in der Kirche.

svz.de von
erstellt am 24.Dez.2012 | 10:15 Uhr

Die Geschäfte schließen, die Glocken läuten und am Fenster glitzert im schönsten Lichterschein der Tannenbaum - die Weihnachtszeit beginnt. Was aber wäre, wenn Weihnachten per Gesetz verboten wird?

Mit ihrer eindrucksvollen Demonstration "Wir wollen Weihnachten" geben die Mädchen und Jungen der Christenlehre in der Kirchgemeinde Pokrent am 1. Weihnachtstag, 25. Dezember um 10 Uhr, eine Antwort auf die Fragen einer von Konsum gezeichneten Gesellschaft. Sie erzählen die Geschichte eines Landes, in dem ein König das Fest verbietet. Wo sonntags und feiertags die Maschinen brummen, Kinder und Eltern nicht mehr zueinander finden, wo die Menschen vermuten, allein im Lichterglanz der Konsumtempel ihr Glück zu finden.

"Die Idee zum Stück stammt eigentlich aus einer Vorlage aus DDR-Zeit, die wir der aktuellen Situation, die Themen angepasst haben", sagt Pastor Michael Blumenschein. Angesichts der Debatten um Ladenöffnungszeiten am Sonntag und den jährlichen "Wasserstandsmeldungen im Einzelhandel, die Wachstumsraten vom Vorjahr noch zu toppen", ein Thema, welches auch aus Sicht von Blumenschein nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Somit ziehen die Kinder in der Pokrenter Kirche mit ihren Plakaten lautstark durch die Reihen: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Weihnacht klaut." Mit Erfolg: Unter dem Dach der Kirche gibt es ein Happy End.

"Es ist beeindruckend wie die Kinder das Thema darstellen und den Gedanken an Weihnachten wach halten", sagte eine Gadebuscherin bei den Proben in der Kirche. Nachdenken über den Sinn des Lebens, das will die Kirchgemeinde auch mit dieser Aufführung erreichen. "Es geht nicht um den theologischen, sondern um den sozialen Aspekt", sagt Blumenschein. Dabei gehe es beispielsweise um jene Mütter, die nachts an den Kassen sitzen, Kultur die verloren geht und Familien, denen nach einer arbeitsreichen Woche nicht einmal die Gemeinschaft am Wochenende vergönnt ist.


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