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Kleinstaaterei trotz Kreisgebietsreform : Kennzeichen-Streit an der Seenplatte

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Nachdem das Stadtparlament Neubrandenburgs, das Kennzeichen "NB" behalten will, hat sich nun auch der Kreistag in Neustrelitz dafür ausgesprochen, das Kennzeichen "MST" zu behalten.

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erstellt am 04.Mär.2011 | 12:09 Uhr

Die geplante Kreisgebietsreform soll im neuen Großkreis Mecklenburgische Seenplatte nicht für Autokennzeichen gelten. Nach dem Stadtparlament Neubrandenburgs, das für die Stadt das "NB" behalten will, hat sich nun auch der Kreistag in Neustrelitz dafür ausgesprochen, das Kennzeichen "MST" zu behalten. Landrat Heiko Kärger (CDU) solle sich dafür "stark machen", hieß es am Mittwoch abend. Mecklenburg-Strelitz sei eine "besondere territoriale Region wie auch Rügen", sagte gestern Antragsteller Werner Niepel (FDP). Nach seiner Auffassung könnten auch die Großkreis-Partner, die Kreise Demmin und Müritz, ihre bisherigen Kennzeichen "DM" und "MÜR" behalten. "Das kostet nichts."

Hintergrund der Kreistags-Forderung sind die bereits von den zuständigen Schweriner Ministerien zugelassenen Ausnahmen im Zuge der Reform, die im Herbst umgesetzt werden soll. Aus bisher 18 Kreisen und kreisfreien Städten sollen sechs Großkreise werden und nur noch Rostock und Schwerin kreisfrei bleiben. In dem Zusammenhang wurde der Insel Rügen gestattet, ihr Kennzeichen "RÜG" nach dem Zusammenschluss mit Stralsund und Nordvorpommern zu behalten. Auch Städte, die ihre Kreisfreiheit verlieren, dürften sich für die Beibehaltung ihrer Kennzeichen entscheiden, hieß es.

Dazu haben sich bereits Greifswald "HGW" und Neubrandenburg entschlossen. Die Landräte, die sich in Kooperationsstäben treffen, um die Fusionen vorzubereiten, beklagen allerdings immer wieder, dass die Identifikation der Menschen mit den Großkreisen durch solche "Ausnahmen" nicht gerade zunähme. An der Seenplatte gestaltet sich dies besonders kompliziert, da hier gleich vier "Partner" zu dem mit 5500 Quadratkilometer bundesweit größten Kreis zusammengehen sollen.

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