Kellner/Klügel holen Dyas-Titel

 <fettakgl>Zwei-Mann-Kielboot Dyas</fettakgl> mit Steuermann  Christian Kellner und Vorschoter Michael Klügel (l.).<foto> Pepe Hartmann</foto>
Zwei-Mann-Kielboot Dyas mit Steuermann Christian Kellner und Vorschoter Michael Klügel (l.). Pepe Hartmann

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07. Juli 2010, 09:30 Uhr

Rostock | Halbzeitpause! In der zweiten Wochenhälfte gehen noch einmal 750 Segler aus zwölf Nationen an den Start. Nachdem die ersten Sieger der Warnemünder Woche 2010 bereits gekürt und abgereist sind, wirkte der Hafen gestern Morgen noch leer und schläfrig. Das änderte sich aber sehr schnell: Die "Rund Bornholmer" hatten es eilig vor dem entscheidenden Fußball-Halbfinale wieder zurück im Zielhafen zu sein. Der Volvo Ocean Racer "Glashäger" erreichte Warnemünde als "First Ship Home" mit einer Gesamtzeit von 31 Stunden und 54 Minuten am späten Dienstagabend. Damit verfehlte die 13-Mann-Crew nur knapp die Rekordzeit von 28:37 h: "Der Rekord wäre drin gewesen, aber leider gerieten wir bei Darßer Ort in ein Flautengebiet und kamen drei Stunden mit nur einem Knoten Geschwindigkeit voran", berichtete Steuermann Matthias Huhn (32) aus Rostock.

Im Laufe der Nacht und des Tages liefen 39 der 46 Schiffe ein - gestern gegen 19.30 Uhr waren drei Boote noch immer nicht zurück in Warnemünde. Vier Crews mussten zudem aufgeben. Unter ihnen auch das kleinste Schiff im Starterfeld: die "Hawesta", eine Pogo mit der Länge von 6,50 Metern, gesteuert von Einhand-Segler Hanjo Thamm. "Fünf Seemeilen nördlich von Dornbusch entfernt ist mir in der ersten Nacht unter Spinnaker und 15 Knoten Geschwindigkeit die Ruderanlage gebrochen. Mit einem Notruder konnte ich in den Hafen von Stralsund einlaufen", so der Rüganer.

Gestern wurden zudem die deutschen Meister bei den Dyas ermittelt. Christian Kellner und Michael Klügel holten sich den Titel mit diesem Zwei-Mann-Kielboot. Schon vor dem gestrigen Entscheidungstag dominierten die Hechendorfer (Bayern) das 37 Schiffe starke Feld. Mit sechs zweiten Plätzen und einer bestechenden Leistung bei unterschiedlichsten Windbedingungen errangen sie mit der letzten Zielüberquerung gestern um 13.45 Uhr auch den Gesamtsieg. "Wir freuen uns sehr über den Titel. Das war mein persönliches Geschenk", sagte Steuermann Christian Kellner, der heute 43 Jahre alt wird. Zweite wurden Holger Sueße und Frank Bender aus Köln.

Schnellste Jugendbootsklasse 29er feiert ihre Premiere

Vor ihrer Premiere steht heute die derzeit mit Abstand schnellste Jugendbootsklasse, die 29er. 41 Teams kämpfen um den Titel des Internationalen Deutschen Meisters. An den Start geht die Crème de la Crème dieser noch jungen Klasse, allen voran die derzeitigen Ranglistenersten Philipp Müller und Moritz Janich aus München.

Auch der Hafen auf der Mittelmole füllt sich wieder: Ab heute messen sich die deutschen Top-Favoriten der 505er Szene vor Warnemünde im Kampf um den deutschen Meistertitel. Das zeigt auch die Meldeliste mit gleich 51 Booten: Spitzenteams wie die Kieler-Woche-Sieger (bereits zum 18. Mal!) Wolfgang Hunger/Julien Kleiner, die amtierenden deutschen Meister Jens Findel/Johannes Tellen und die Lokalmatadoren Lutz Stengel/Frank Feller sind gemeldet. Die ehemalige olympische Klasse Flying Dutchman ist in Warnemünde mit 33 Duos vertreten.

Tags zuvor beendete mit kräftigem Wind die europäische Laser-Gemeinde ihren Auftritt. Nach drei flauen Tagen sicherte sich schließlich Malte Kamrath (Berlin) den Titel im Laser Europa Cup vor dem Dänen Thorbjoern Schierup. In der für Damen olympischen Laser-radial-Wertung siegte die Kielerin Martje Uecker. Zweite wurde hier die Finnin Lynn Bäckström.

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