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Gadebusch: In der Stadt lauern die Gefahren : Keine optimalen Bedingungen für Radfahrer

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Das Radfahren in Gadebusch ist nicht immer leicht. Zwar können Radler aus umliegenden Orten die Stadt Gadebusch inzwischen nahezu problemlos erreichen. In der Stadt selbst lauern allerdings die Gefahren.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 11:57 Uhr

Gute Anbindung, schlechte Ausschilderung - das Radfahren in Gadebusch ist nicht immer leicht. Zwar können Radler aus umliegenden Orten die Stadt Gadebusch inzwischen nahezu problemlos erreichen. In der Stadt selbst lauern allerdings die Gefahren. "Denn in Gadebusch sind kaum Radwege ausgewiesen und so manche Bordsteinkante kann eine Unfallquelle darstellen", sagt der Tourismusbeauftragte der Stadt, Wolfgang Woitag.

Dass Gadebusch allerdings eine fahrradunfreundliche Stadt ist, will Woitag nicht gelten lassen. "Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, dass zum Beispiel Touristen Fahrradboxen am Parkplatz an der Radegast nutzen können", so Woitag. Gleichzeitig räumt er einen Nachholbedarf bei den Radwegen in der Stadt ein. Das gelte auch für die Ausschilderung. Manche Radler würden Gehwege mit benutzen und Fußgänger vom Trottoir "runterklingeln".

Angebunden ist die Stadt Gadebusch übrigens an einen 500 Kilometer langen Radfernweg. Er verbindet Norddeutschlands größte Stadt Hamburg mit Deutschlands größter Insel Rügen. Ein Streckenabschnitt führt von Lauenburg, Ratzeburg, Gadebusch bis nach Schwerin.

Derzeit hoffen Einwohner der Region, dass von Gadebusch ein weiterer Lückenschluss im Radwegenetz erfolgt. So rückt ein Streckenbau zwischen Gadebusch und dem Abzweig Kaeselow näher. Im Mai beginnt ein Anhörungsverfahren, um letzte strittige Punkte nach Möglichkeit auszuräumen. Konkret geht es dabei um die Höhe von Ausgleichszahlungen an einen Landeigentümer. Das Problem: "Der Bund bietet uns eine Ausgleichszahlung von 10 000 Euro je Hektar an. Wir müssten aber 20 000 Euro je Hektar beim Kauf neuer Flächen bezahlen. Der Bund misst mit zweierlei Maß", verdeutlicht Jörg Haase von der Agrar Aktiengesellschaft Gadebusch.

In 2010 wurden in MV 55 Kilometer neue Radwege gebaut, rund 30 Kilometer an Landesstraßen und rund 25 Kilometer an Bundesstraßen.

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