Keine Entscheidung bei Landratswahl in Güstrow: Wimmer zwingt da Cunha zur Stichwahl

von
06. April 2008, 08:24 Uhr

Güstrow - Dem CDU-Überraschungskandidaten für die Landratswahl war bereits im Vorfeld nachgesagt worden, es zumindest in die Stichwahl zu schaffen. Dieses Ziel hat der 53-jährige Wimmer jetzt erreicht. Er kam laut vorläufigem Endergebnis auf 31,1 Prozent der Stimmen. Zwar weniger als da Cunha, der 41,6 Prozent erreichte, aber auch der Amtsinhaber verfehlte im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Da Cunha, seit 1994 an der Spitze der Kreisverwaltung in Güstrow, musste bereits bei der Landratswahl 2001 zur Stichwahl gegen seinen CDU-Kontrahenten Uwe Rethmeyer antreten. Damals setzte sich der heute 51-Jährige knapp durch.

Auf Platz drei landete der Kandidat der Linken, Andreas Lange. Der Vorsitzende des Personalrates in der Kreisverwaltung kam auf beachtliche 21,9 Prozent der Stimmen – ein Ergebnis, das ihm aufgrund seines geringen Bekanntheitsgrades im Vorfeld so nicht zugetraut worden war. Abgeschlagen auf dem vierten Platz verfehlte der Güstrower Klaus Biener (Bündnis 90/Die Grünen) mit 5,4 Prozent sein Ziel, den Landratsposten zu übernehmen.

Manfred Wimmer hatte im Wahlkampf seinen Schwerpunkt auf die Wirtschaftsentwicklung und -förderung im Landkreis Güstrow gelegt. Hier gäbe es seiner Meinung nach noch große Potenziale. Auch die Verwaltung sei wie ein Unternehmen zu führen. Landrat Lutz da Cunha hatte hingegen auf seinen Amtsbonus vertraut und wiederholt auf seine knapp 14-jährige Erfahrung als Chef der Kreisverwaltung hingewiesen. Beide müssen ihren Wahlkampf jetzt um 14 Tage verlängern.

Wermutstropfen wie auch schon bei der Landratswahl im Landkreis Parchim vergangenen Monat war erneut die Wahlbeteiligung. Sie lag im Landkreis Güstrow mit 30,4 Prozent noch weit unter der von 2001 (39,2 Prozent). Am 20. April werden die Einwohner des Landkreises Güstrow jetzt erneut an die Wahlurne gerufen, um in einer Stichwahl über den Landrat abzustimmen. „Bei der Stichwahl dürfen auch wieder die Bürger wählen, die nun nicht zur Wahl gegangen sind“, unterstreicht Kreiswahlleiter Hans-Dieter Reinschütz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen