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11. Dezember 2017 | 06:45 Uhr

Kehrt Wahrenbergs Fähre zurück?

vom

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2010 | 05:03 Uhr

Wahrenberg | Die Wahrenberger Fähre wiederzubeleben - das ist die Idee einiger Enthusiasten, allen voran Jan-Herbert Damm. Seit einem Jahr lebt er auf der anderen Elbseite in Wahrenberg auf dem dortigen Elbehof. Vieles erinnere an die frühere Fährtradition: "Der Hof selbst, der Anleger und Gäste unseres Cafés fragen wo die Fähre ablegt", erzählt Damm. Was habe da näher gelegen, als einen Versuch zu starten, die Fähre zurückzuholen?

Das Interesse im Ort sei gegeben. Zehn Leute hätten auf einer Zusammenkunft diesen ehrgeizigen Plan begrüßt. Doch das ist Jan-Herbert Damm noch zu wenig. Für den 26. August lädt er erneut zu 19 Uhr in das Gemeindehaus ein, um Meinungen zu hören, eventuell weitere Schritte zu besprechen. "Sehr würde ich mich auch über Interessierte aus Wittenberge freuen", sagt er.

Dass derzeit mehr für ein Scheitern als für ein Gelingen spricht, sei ihm bewusst. Ein Gespräch mit der Wittenberger Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg brachte Ernüchterung. Der hiesige Leiter Hubert Finke zählt auf: "Ein für den Fährbetrieb zugelassenes Fahrzeug, eine den Normen entsprechende Anlegestelle auf beiden Seiten, ausgebildete Fährleute, die das Fahrzeug selbst bedienen können und in diesem Abschnitt fahren dürfen."

Erschwerend kommen die wechselnden Wasserstände hinzu. Bei Hochwasser ist die Anlegestelle auf Prignitzer Seite mit dem Auto nicht erreichbar. Für das eventuelle Vorhaben spreche jedoch das alte Fährrecht. Dieses bestehe weiterhin und habe eine große Bedeutung, betonte Finke.

Jan-Herbert Damm weiß um diese Schwierigkeiten, lasse sich davon aber nicht entmutigen. "Ich selbst bin ein Fan von Fähren", gesteht er. Sollte der Zuspruch für die Verbindung am 26. August zunehmen, werde er diesen Plan weiter verfolgen. Eventuell mit einem kleinem Fährfest auf dem Elbehof am 3. Oktober.

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