Rostocker Zoo : Katzenkinder tapsen zum ersten Mal im Schnee

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Gut im Futter und quietschfidel: So präsentieren sich die vier Gepardenkinder im Rostocker Zoo. Seit eineinhalb Monaten leben die Geschwister Malika, Tiha, Malik und Abari in ihrem neuen Gehege.

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07. Dezember 2010, 11:52 Uhr

Und damit auch die Neugeborenen der Hansestadt die vier Monate alten Raubkatzen kennenlernen können, hat die Universitätsfrauenklinik am Klinikum Südstadt gestern die Patenschaft mit dem Tiergarten aufgefrischt. Jedes in der Südstadt zur Welt gekommene Baby erhält eine Jahreskarte für den Zoo.

Seit eineinhalb Monaten leben die halbstarken Geschwister Malika, Tiha, Malik und Abari in ihrem neuen Gehege. "Den Kleinen geht es prächtig", sagt Tierpflegerin Melanie Bencke (22). Aber das war nicht von Anfang an so. Die erste Nacht im neuen Gehege blieb Ersatzmutter Ellen Hinz noch bei ihren Sprösslingen. "Sie schlief in einem Nachbarkäfig", sagt die 22-Jährige. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung in diesem Jahr hat sie die Rolle der zweiten Ziehmutter übernommen. Seitdem teilen sich die zwei Frauen die Betreuung. "Die ersten Wochen hat sich einer von uns den ganzen Tag mit den Geparden beschäftigt", so Bencke, "während die andere das Revier gereinigt hat." Mittlerweile haben sich die jungen Raubkatzen an ihr neues Zuhause gewöhnt und brauchen kaum noch die Gesellschaft der Ziehmütter.

Auch was das Futter angeht, werden die Kleinen immer unabhängiger. "Sie machen täglich sehr große Schritte", so die 22-Jährige. Vom einen Tag auf den anderen trinken sie viel weniger Milch und greifen lieber zum Fleisch. "Quasi entwöhnen sich die vier selbst." Rinderherzen, Leber, Kaninchen und Meerschweinchen stehen auf ihrem Speiseplan. Und mit mehr Gewicht auf den Rippen sind die Tierkinder für den Winter gerüstet. Der Schnee macht ihnen dabei nichts aus. Fast jeden Tag toben sie über die Baumstümpfe. "Draußen haben sie außerdem eine beheizte Bodenlatte", so die Pflegerin. Sollte es den vier Großkatzen doch mal zu kalt werden, können sie sich in ihr Nachtquartier zurückziehen. "Dort haben sie es schön warm", so Bencke.

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