zur Navigation springen

Grabow : Kaninchenschau in der "Grünen Gurke"

vom

Zum 19. Mal richtete der Grabower Rassekaninchenzuchtverein M5 am Wochenende eine Schau aus. 221 Tiere saßen in ihren geräumigen Käfigen.

svz.de von
erstellt am 01.Nov.2011 | 12:10 Uhr

grabow | Ausstellungsleiter Axel Ketelhöhn ist zwar Züchter durch und durch, dennoch hat er auch Tipps aus der Kaninchen-Psyche für den Laien parat: "Wenn du ein Kaninchen zum Streicheln haben willst, schaff dir einen Rammler an", rät er schmunzelnd dem staunenden Ausstellungsbesucher, der sich gerade vor einer Ladung Urinspritzern eines besonders imposanten Deutsche-Riesen-Rammlers in Sicherheit gebracht hat. "Die sind ruhiger als die Häsinnen, die immer wieder hitzig werden", begründet er und grinst in sich hinein: "Das ist wie im menschlichen Leben."

Brandenburger verstärkten Reihe der Aussteller

Zum 19. Mal richtete der Grabower Rassekaninchenzuchtverein M5 am Sonnabend und Sonntag eine Schau aus. 221 Tiere saßen in ihren geräumigen Käfigen, 50 Häsinnen und Rammler mehr als bei der Herbstschau des vergangenen Jahres. Züchter aus den Nachbarvereinen Wittenberge und Preußisch-Karstädt waren ebenfalls mit dabei. Sie präsentierten den Freunden der Kaninchenzucht die Ergebnisse des Zuchtjahres 2011. Die Qualität sei sehr gut, schätzt Axel Ketelhöhn ein. Und Bernd Duwe, der Vorsitzende des Grabower Vereins, ergänzt, dass auch der Verkauf am Sonnabendmorgen gleich sehr gut angelaufen sei.

Da standen auch bereits die Preise bereit, denn vor Ausstellungsbeginn hatten die drei Preisrichter Axel Ketelhöhn, der auch Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassekaninchenzüchter ist, Uwe Plaumann und Rainer Schönfeld ihres Amtes gewaltet. Sie bewerteten nach dem Standard des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchen-Züchter (ZDRK) und den Allgemeinen Ausstellungs-Bestimmungen (AAB). Viel Erfahrung, profunde Kenntnisse und ein gutes Auge sind dazu vonnöten. Fehlt ein Zahn? Wie stellt das Tier seine Läufe? Stimmt der Farbschlag? Welchen Gesamteindruck macht das Tier? "Man streicht den Tieren ganz leicht über den Rücken. Sind die Keulen zu fühlen, fehlt Fleisch, und das ist nicht so gut", verrät Ketelhöhn ein weiteres Detail. "Das kann am Futter liegen, oder das Tier war krank, oder es hat eine schlechte Vererbung", nennt er mögliche Gründe. Am Ende gab es den Verbandsehrenpreis, den Pokal des Grabower Bürgermeisters, Ehrenpreise und Kreismeistertitel für die Besten. Ketelhöhn nennt die vielen Ausstellungen als Grund, dass im Grabower Zuchtverein so reges Leben herrscht. Bernd Duwe dankt allen Sponsoren herzlich, die auch die 19. Schau wieder möglich gemacht haben. Drei Vereinsmitglieder fahren in Kürze zur Bundesschau nach Erfurt. Axel Ketelhöhn ist dabei und wird dort seine Neuzüchtung Belgische Bartkaninchen vorstellen. In Grabow war sie auch schon zu sehen.

Große Aufregung in der Kita "Birkenwäldchen"

Schon am Freitag hatte es große Aufregung in der Grabower Kita "Birkenwäldchen" gegeben. Bernd Duwe lud die Kinder zu einer Besichtigung der Ausstellung ein. 32 Mädchen und Jungen waren dabei, durften Kaninchen streicheln und die verschiedensten Rassen und Farbschläge bestaunen. Natürlich hatten sie auch ein kleines Programm einstudiert, und am Ende gab es Naschereien für die kleinen Besucher. "Die Kinder sollen ein Empfinden für die Natur bekommen, sollen lernen, wie ein richtiges Kaninchen aussieht und sich anfühlt." Bernd Duwe hält das für sehr wichtig und hat darum die Kita-Kinder für das kommende Jahr wieder eingeladen. Da Erlebnisse aus dem frühen Kindesalter bekanntlich lebensprägend sein können, findet vielleicht der eine oder andere Dreikäsehoch später Gefallen an der Kaninchenzucht. Dem Grabower Verein M5 täte eine Verjüngung seiner Mitglieder gut. 20 Mitstreiter hat er, wenige sind Mitte 20, die meisten haben das Rentenalter bereits erreicht. Eine Tendenz, die sich fast überall in der Vereinsszene des Landkreises zeigt.

Folgende Preisträger wurden ermittelt:

Kreisverbandsehrenpreis und Kreismeister: Martin Stolz, Brahlstorf (Russen schwarz-weiß)

Pokal des Bürgermeisters und Kreismeister: Axel Ketelhöhn, Wöbbelin (Kastanienbraune Lothringer)

Ehrenpreis und Kreismeister: Manfred Höppner, Grabow (Deutsche Riesen wild-/hasengrau); Georg Werner, Boizenburg (Deutsche Widder wild-/hasengrau); Hans-Joachim Buch, Neu Kaliß (Helle Großsilber); Klaus-Dieter Dahnke, 19357 Karstädt (Burgunder); Jürgen Schomann, Wittenburg (Blaue Wiener und Weißgrannen schwarz); Karl-Heinz Bartels, Neustadt-Glewe (Weißgrannen blau); Günter Barghan, Hagenow (Schwarz-Rexe und Sachsengold); Peter Knauer, Schwartow (Deutsche Kleinwidder wild-/hasengrau); Bernd Duwe, Grabow (Kleinsilber gelb); Wolfgang Kotzbau, Boizenburg (Kleinsilber hell und Lohkaninchen schwarz); Heidemarie Bartels, Neustadt-Glewe (Zwergwidder weißgrannenfarbig blau); Zuchtgemeinschaft Roock/Rosin, 19273 Gorewerder (Zwergwidder weiß Blauaugen)

Ehrenpreis: Manfred Höppner, Grabow (Deutsche Riesen wild-/hasengrau); Georg Werner, Boizenburg (Deutsche Widder wild-/hasengrau); Zuchtgemeinschaft Roock/Rosin, 19273 Gorewerder (Helle Großsilber); Klaus-Dieter Dahnke, 19357 Karstädt (Burgunder und Lohkaninchen schwarz); Käte Voigt, Grabow (Burgunder); Joachim Schilke, Grabow (Alaska); Marcel Nass, Spornitz (Castor-Rexe); Günter Dahse, Wittenberge (Kleinsilber gelb und Holländer japanerfarbig-weiß); Bernd Duwe, Grabow (Kleinsilber gelb); Gerhard Trimborn, Neustadt-Glewe (Kleinsilber hell); Ute Deich, 19073 Stralendorf (Lohkaninchen schwarz); Axel Ketelhöhn, Wöbbelin (Kastanienbraune Lothringer); Bernd Knoll, Neu Gülze (Zwergwidder thüringerfarbig)

Kreismeister:

Peter Schmidt, Zahrensdorf (Weiße Wiener)

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen